Phishing bezeichnet betrügerische E-Mails, mit denen Angreifer versuchen, an Zugangsdaten, persönliche Informationen oder andere sensible Daten zu gelangen. Absenderangaben, Anzeigenamen und Inhalte von E-Mails lassen sich technisch vergleichsweise leicht fälschen. Dadurch können Nachrichten den Eindruck erwecken, sie stammten von einer offiziellen Stelle, etwa vom Rechenzentrum, aus der Hochschulverwaltung, von Paketdiensten, Banken oder bekannten Onlinediensten.
Ziel solcher Angriffe ist es zum Beispiel,
Häufig enthalten Phishing-Nachrichten einen Link auf eine gefälschte Internetseite. Diese sieht der echten Anmeldeseite oft täuschend ähnlich. Dort sollen Betroffene ihre Zugangsdaten eingeben. In anderen Fällen wird dazu aufgefordert, auf die E-Mail zu antworten, einen Anhang zu öffnen oder angeblich dringend erforderliche Maßnahmen durchzuführen. Typisch ist dabei der Versuch, Druck zu erzeugen, etwa durch Hinweise auf eine drohende Kontosperrung, einen Sicherheitsvorfall oder eine ablaufende Frist.
Phishing-Nachrichten lassen sich nicht immer eindeutig erkennen. Zwar enthalten viele dieser E-Mails noch immer sprachliche Fehler, unübliche Formulierungen oder ein ungewöhnliches Layout. Allerdings werden betrügerische Nachrichten zunehmend professioneller gestaltet. Teilweise sind sie sprachlich korrekt, nutzen offizielle Logos und beziehen sich glaubwürdig auf den Hochschulalltag.
Deshalb gilt: Nicht einzelne Merkmale entscheiden, sondern die Gesamtsituation.
Achten Sie insbesondere auf folgende Hinweise:
Kommunikation des Rechenzentrums zeichnet sich üblicherweise dadurch aus, dass
Wichtig: Auch wenn eine Nachricht glaubwürdig erscheint, sollten Zugangsdaten niemals aufgrund einer E-Mail eingegeben oder weitergegeben werden, ohne die Echtheit vorher zu prüfen.
Im Hochschulalltag kommunizieren Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende in unterschiedlichen Sprachen. Phishing-Nachrichten können daher sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch oder in anderen Sprachen versendet werden. Sprachliche Qualität allein ist kein verlässliches Kriterium mehr.
Gerade in einem internationalen Umfeld ist daher entscheidend:
Wenn Sie eine Nachricht für verdächtig halten:
Falls Sie bereits reagiert haben, zum Beispiel durch Eingabe Ihres Passworts oder Öffnen eines Anhangs:
Technische Schutzmaßnahmen sind wichtig, bieten jedoch keinen vollständigen Schutz. Phishing kann nicht allein technisch verhindert werden. Deshalb bleibt die Aufmerksamkeit der Nutzenden ein zentraler Sicherheitsfaktor.
Spam-Filter erkennen viele unerwünschte Nachrichten automatisch. Phishing-E-Mails sind jedoch häufig so gestaltet, dass sie wie legitime Nachrichten wirken. Daher werden nicht alle betrügerischen E-Mails zuverlässig erkannt oder blockiert.
Moderne Sicherheitslösungen können E-Mails, Anhänge und enthaltene Links automatisiert prüfen. Dazu gehören beispielsweise die Erkennung bekannter Schadsoftware, die Bewertung verdächtiger Dateitypen oder der Abgleich von Internetadressen mit Sperrlisten. Diese Verfahren verbessern den Schutz, können aber neue oder gezielt angepasste Angriffe nicht immer rechtzeitig erkennen.
Verfahren wie SPF, DKIM und DMARC helfen dabei, gefälschte Absenderadressen besser zu erkennen und die Vertrauenswürdigkeit eingehender E-Mails zu bewerten. Sie erhöhen die Sicherheit des E-Mail-Verkehrs, verhindern Phishing jedoch nicht vollständig, insbesondere wenn Angreifer fremde, kompromittierte oder täuschend ähnliche Domains verwenden.
Wo verfügbar, bietet Mehr-Faktor-Authentifizierung einen zusätzlichen Schutz. Selbst wenn ein Passwort durch Phishing bekannt wird, kann ein zusätzlicher Faktor den unbefugten Zugriff erschweren oder verhindern. Dennoch ersetzt auch dies nicht die sorgfältige Prüfung von E-Mails.
Signaturen und Verschlüsselung können die Echtheit und Vertraulichkeit von E-Mails verbessern. Eine flächendeckende Nutzung im Hochschulalltag ist jedoch oft mit organisatorischem und technischem Aufwand verbunden, etwa durch
Gestohlene Zugangsdaten können erhebliche Folgen für einzelne Personen und für die Hochschule insgesamt haben. Kompromittierte Konten werden häufig genutzt, um
Besonders kritisch ist, dass Angreifer durch ein kompromittiertes E-Mail-Konto bestehende Kommunikationsbeziehungen ausnutzen können. Dadurch steigen Glaubwürdigkeit und Reichweite weiterer Angriffe erheblich.
Im ungünstigsten Fall kann missbräuchlicher Versand über Hochschulsysteme dazu führen, dass Mailserver auf Sperrlisten gesetzt werden. Dies kann den externen E-Mail-Verkehr der Hochschule erheblich beeinträchtigen und organisatorische sowie technische Folgeschäden verursachen.
Schon ein einzelnes kompromittiertes Konto kann daher weitreichende Auswirkungen haben.