Revision [545a9fa]
Letzte Änderung am 2020-03-23 12:42:27 durch ClaudiaMichel
ADDITIONS
#### <span style="color:#364E6D">Auslandsemester (4.Semester) in Zypern, University of Nicosia</span>

_Erfahrungsbericht von Kim Dietzel_

Ich habe mein Auslandssemester während des vierten Semesters an der University of Nicosia auf Zypern absolviert.
Ich wollte schon immer ein paar Monate im Ausland verbringen, um eine neue Kultur kennenzulernen und um mein Englisch zu verbessern. Ich habe mich für Zypern entschieden, da ich nur Positives von Studenten gehört habe, die ihr Auslandssemester dort verbracht haben.

Doch bevor es losging, gab es noch einiges zu erledigen. Da ich daheim wohne, musste ich keine Wohnung oder sonstiges kündigen. Meinen Handyvertrag habe ich auch behalten, da man auf Zypern fast überall Internet hat und man somit immer erreichbar ist. Da die gewöhnliche Auslandskrankenversicherung für Urlaube nur für eine begrenzte Anzahl an Tagen gültig ist, brauchte ich natürlich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung. Diese habe ich bei der HanseMerkur abgeschlossen, allerdings nie gebraucht.

Natürlich braucht man auch eine Unterkunft auf Zypern. Gefunden habe ich meine Wohnung über Facebook. Es gibt diverse "Erasmus Students Cyprus" Gruppen, in denen man viele Wohnungsinserate findet. Die Wohnungssuche war sehr einfach. Ich habe eine Anzeige gesehen, darauf geantwortet und schon hatte ich eine Wohnung und zwei Mitbewohner. Unsere Wohnung war komplett möbliert mit einem riesigen Balkon, von dem aus man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hatte. Die Schlafzimmer sind zwar alle sehr klein, dafür Küche, Wohn- und Esszimmer umso größer. Ich habe 275€ Miete pro Monat bezahlt und alle 2 Monate noch Strom und Wasser. Die Kosten dafür lagen bei 25€ pro Monat. Besonders Wasser ist sehr günstig auf Zypern, jedoch wird davon abgeraten, es zu trinken. Das Geld für die Nebenkosten hat die Hausverwalterin persönlich abgeholt. Wir haben einen Termin gemacht, jedoch kam sie meistens nicht. Leider war auch unsere Decke abgebröckelt und somit mussten die Handwerker kommen. Sie haben uns Bescheid gegeben, jedoch kamen auch sie meist nicht oder kamen 3 Tage später. Somit war unsere Wohnung über mehrere Wochen hinweg ziemlich chaotisch und dreckig.

Meine Wohnung lag 5km weit weg von der Uni, dafür habe ich nur 15min zu Fuß bis in die Innenstadt gebraucht. Mit dem Bus ist es allerdings kein Problem zur Uni zu kommen. Heimwärts wird es allerdings schwieriger. Nach circa 1- 1,5h Vorlesung wird eine Pause gemacht von 20 – 25min. Nach dieser Pause halten die meisten Professoren nur noch 15min Vorlesung und wenn dann Schluss ist, ist der Bus meistens vor 5min abgefahren. Ab 11.30 Uhr fahren die Busse nur noch alle 45min und ich musste dann 40min auf den Bus warten. Manchmal ist mir der Bus auch direkt vor der Nase weggefahren oder er kam gar nicht und man musste weitere 45min warten. Ich saß sehr oft an der Bushaltestelle und habe auf den Bus gewartet. Da meine Vorlesungen hauptsächlich ab 18 Uhr stattfanden, war es noch unangenehmer so spät nach Hause zu kommen. Das war meistens um 21.30 Uhr. Das war auf Dauer ziemlich nervig und das hat mich am meisten gestört.

Sonst kann ich jedoch nur Positives über die Universität und die Professoren berichten. Alle sind sehr nett und es wurde jedes Problem in kürzester Zeit gelöst. Die Professoren zeigen viel Interesse und sind herzlich. Es ist viel persönlicher als in Deutschland. Die Vorlesungen fanden auf Englisch statt und man hat alles sehr gut verstanden und konnte folgen. Ich habe mich jedoch in meine Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Es gibt Hausaufgaben, die auch abgegeben werden müssen und benotet werden, Tests und Quizzes, Midterms und Vorträge. Das war einerseits anstrengend und zeitaufwendig, andererseits auch gut, weil man nur einen Bruchteil des Vorlesungsstoffes lernen musste.

Ich habe die Kurse Marketing, Marketing Research, Introduction to Management, Managerial Accounting und Business Communications belegt. Nehmt auf jeden Fall euren Taschenrechner mit, der ist zwingend notwendig für Accounting. Man konnte den Vorlesungen sehr leicht folgen. Manche waren aber auch chaotisch, da die meisten Professoren Ihre PowerPoint nicht selber erstellen und so kann es passieren, dass der Professor sich erst kurz informieren muss, bevor er weiter erklärt. Die Kurse fand ich alle sehr interessant. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war, dass die meisten Kurse erst ab 18.00 Uhr stattfanden.

Zu dem Essen in der Uni lässt sich sagen, dass es z.B. Fastfood wie Burger oder Pommes recht günstig gibt, die richtigen Gerichte sind jedoch sehr teuer. Manche kosten 6€.

Neben den Vorlesungen gab es auch diverse Freizeitangebote. Es gibt die "Erasmus Society Nicosia", die Partys und Ausflüge organisieren. Es gibt zwei Partys pro Woche, immer mittwochs und freitags.

Ich habe jedoch Zypern auf eigene Faust mit Freunden erkundet. Besonders empfehlen kann ich eine Wanderung durch die Avakas Schlucht. Es geht über Stock und Stein und, wenn man nicht aufpasst, auch durch das Wasser. Es ist ziemlich beeindruckend. Man erreicht die Schlucht jedoch nur mit dem Auto. Die Schlucht war mein Highlight auf Zypern und man sollte sie unbedingt durchwandern.

Außerdem muss man auf jeden Fall ans Kap Greco. Die Klippen sind wunderschön dort. Auf dem Weg zum Kap kommt man auch an Agia Napa nicht vorbei: dem Urlaubsort auf Zypern. Hier findet man den Nissi Beach, den man auf jeden Fall besucht haben muss und die Love Bridge. Der Nissi Beach ist der schönste, aber leider auch der meist besuchteste Strand auf der griechischen Seite.

Die Stadt Paphos ist auch sehenswert. Dort kann man die Königsgräber besuchen. Außerdem befindet sich nicht weit weg davon die Aphrodite Hills. Hier ist Aphrodite aus dem Meer gestiegen und es ist wunderschön dort.
Im Februar habe ich das Troodos Gebirge besucht und dort lag sogar noch Schnee, obwohl es überall sonst schon frühlingshafte Temperaturen waren. Man konnte dort sogar noch Ski fahren. Es gibt auch Wasserfälle im Gebirge, für manche muss man allerdings Eintritt zahlen.

Auf der türkischen Seite gibt es auch einige schöne Plätze. Famagusta hat eine sehr schöne Altstadt und dort findet man auch die Ghost Town. Dort stehen viele Hochhäuser leer und sind teilweise schon zerstört und das direkt am Strand.

Auch Kyrenia ist einen Besuch wert mit seinem beeindruckenden Hafen und der Burg.

Zypern ist im Vergleich zu Deutschland um einiges teurer. Die Kosten für meine möblierte Wohnung und die Nebenkosten mit insgesamt ca. 300€ waren im Rahmen. Jedoch sind die Lebensmittel sehr teuer, wenn man nicht nur von Nudeln und Tomatensoße leben möchte. Es macht fast keinen Unterschied etwas selbst zu kochen oder essen zu gehen. Das meiste kostet das Doppelte auf Zypern, manches sogar das Dreifache. Ich bin immer im Lidl einkaufen gewesen, dort war es zwar auch teurer aber nicht übermäßig teuer.

Es gibt jedoch für Museen und Sehenswürdigkeiten Vergünstigungen für Studenten. Das meiste kostet dann nur noch die Hälfte.

Auf Zypern gibt es natürlich auch öffentliche Verkehrsmittel, jedoch nur Busse. Eine Busfahrt ist aber sehr günstig mit 0,75€. Ein Monatsticket für Nicosia kostet für Studenten 20€. Auch die Intercity Busse, die von Stadt zu Stadt fahren, sind spottbillig. Um in das 150km entfernte Paphos zu kommen, kostet es als Student gerade mal 3,50€.

Die Busverbindungen muss man sich im Internet raussuchen und man muss wissen, wann der Bus fährt, das steht nämlich leider nicht an der Bushaltestelle. Ich empfehle immer mindestens 10min bevor der Bus kommt da zu sein, denn manchmal kommt er tatsächlich 10min früher als er sollte.

Auf der türkischen Seite ist das mit den Bussen nicht so einfach. Im Internet gibt es keine Busfahrzeiten und wenn man zu einem Gate kommt, von dem verschiedene Busse abfahren, muss man entweder die Busfahrer fragen, wohin sie fahren oder es steht jemand draußen und ruft das Ziel aus. Es gibt keine richtigen Bushaltestellen. Die Busse fahren aber alles in kurzen Zeitabständen, so dass man nicht lange auf den Bus warten muss.

Ein negativer Punkt ist, dass es auf Zypern überall Katzen gibt. Egal, wo man sich hinsetzt oder was man macht, überall kommt ein Rudel Katzen und möchte gefüttert werden. Sie springen sogar ein einem hoch oder hüpfen dir aus dem Müllcontainer entgegen.

Weiterhin ist mir negativ aufgefallen, dass Frauen dort sehr anders behandelt werden. Man wird immer auf der Straße angestarrt und die Männer rufen einem was zu oder sie hupen und brüllen aus dem Fenster. Das war sehr lästig, aber dort ist das normal.

Trotzdem hat es mir auf Zypern sehr gut gefallen. Ich empfehle jedem, der über ein Auslandssemester nachdenkt, dieses auf Zypern zu absolvieren. Die Leute sind sehr nett und jeder spricht dort Englisch. Man wird mit offenen Armen empfangen, findet sehr schnell neue Freunde und das Land ist wunderschön. Ich wäre gerne noch länger auf Zypern geblieben.
DELETIONS
#### <span style="color:#364E6D">Auslandsemester (4.Semester) in Zypern, University of Nicosia</span>
_Erfahrungsbericht von Kim Dietzel_
Ich habe mein Auslandssemester während des vierten Semesters an der University of Nicosia auf Zypern absolviert.
Ich wollte schon immer ein paar Monate im Ausland verbringen, um eine neue Kultur kennenzulernen und um mein Englisch zu verbessern. Ich habe mich für Zypern entschieden, da ich nur Positives von Studenten gehört habe, die ihr Auslandssemester dort verbracht haben.
Doch bevor es losging, gab es noch einiges zu erledigen. Da ich daheim wohne, musste ich keine Wohnung oder sonstiges kündigen. Meinen Handyvertrag habe ich auch behalten, da man auf Zypern fast überall Internet hat und man somit immer erreichbar ist. Da die gewöhnliche Auslandskrankenversicherung für Urlaube nur für eine begrenzte Anzahl an Tagen gültig ist, brauchte ich natürlich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung. Diese habe ich bei der HanseMerkur abgeschlossen, allerdings nie gebraucht.
Natürlich braucht man auch eine Unterkunft auf Zypern. Gefunden habe ich meine Wohnung über Facebook. Es gibt diverse "Erasmus Students Cyprus" Gruppen, in denen man viele Wohnungsinserate findet. Die Wohnungssuche war sehr einfach. Ich habe eine Anzeige gesehen, darauf geantwortet und schon hatte ich eine Wohnung und zwei Mitbewohner. Unsere Wohnung war komplett möbliert mit einem riesigen Balkon, von dem aus man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hatte. Die Schlafzimmer sind zwar alle sehr klein, dafür Küche, Wohn- und Esszimmer umso größer. Ich habe 275€ Miete pro Monat bezahlt und alle 2 Monate noch Strom und Wasser. Die Kosten dafür lagen bei 25€ pro Monat. Besonders Wasser ist sehr günstig auf Zypern, jedoch wird davon abgeraten, es zu trinken. Das Geld für die Nebenkosten hat die Hausverwalterin persönlich abgeholt. Wir haben einen Termin gemacht, jedoch kam sie meistens nicht. Leider war auch unsere Decke abgebröckelt und somit mussten die Handwerker kommen. Sie haben uns Bescheid gegeben, jedoch kamen auch sie meist nicht oder kamen 3 Tage später. Somit war unsere Wohnung über mehrere Wochen hinweg ziemlich chaotisch und dreckig.
Meine Wohnung lag 5km weit weg von der Uni, dafür habe ich nur 15min zu Fuß bis in die Innenstadt gebraucht. Mit dem Bus ist es allerdings kein Problem zur Uni zu kommen. Heimwärts wird es allerdings schwieriger. Nach circa 1- 1,5h Vorlesung wird eine Pause gemacht von 20 – 25min. Nach dieser Pause halten die meisten Professoren nur noch 15min Vorlesung und wenn dann Schluss ist, ist der Bus meistens vor 5min abgefahren. Ab 11.30 Uhr fahren die Busse nur noch alle 45min und ich musste dann 40min auf den Bus warten. Manchmal ist mir der Bus auch direkt vor der Nase weggefahren oder er kam gar nicht und man musste weitere 45min warten. Ich saß sehr oft an der Bushaltestelle und habe auf den Bus gewartet. Da meine Vorlesungen hauptsächlich ab 18 Uhr stattfanden, war es noch unangenehmer so spät nach Hause zu kommen. Das war meistens um 21.30 Uhr. Das war auf Dauer ziemlich nervig und das hat mich am meisten gestört.
Sonst kann ich jedoch nur Positives über die Universität und die Professoren berichten. Alle sind sehr nett und es wurde jedes Problem in kürzester Zeit gelöst. Die Professoren zeigen viel Interesse und sind herzlich. Es ist viel persönlicher als in Deutschland. Die Vorlesungen fanden auf Englisch statt und man hat alles sehr gut verstanden und konnte folgen. Ich habe mich jedoch in meine Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Es gibt Hausaufgaben, die auch abgegeben werden müssen und benotet werden, Tests und Quizzes, Midterms und Vorträge. Das war einerseits anstrengend und zeitaufwendig, andererseits auch gut, weil man nur einen Bruchteil des Vorlesungsstoffes lernen musste.
Ich habe die Kurse Marketing, Marketing Research, Introduction to Management, Managerial Accounting und Business Communications belegt. Nehmt auf jeden Fall euren Taschenrechner mit, der ist zwingend notwendig für Accounting. Man konnte den Vorlesungen sehr leicht folgen. Manche waren aber auch chaotisch, da die meisten Professoren Ihre PowerPoint nicht selber erstellen und so kann es passieren, dass der Professor sich erst kurz informieren muss, bevor er weiter erklärt. Die Kurse fand ich alle sehr interessant. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war, dass die meisten Kurse erst ab 18.00 Uhr stattfanden.
Zu dem Essen in der Uni lässt sich sagen, dass es z.B. Fastfood wie Burger oder Pommes recht günstig gibt, die richtigen Gerichte sind jedoch sehr teuer. Manche kosten 6€.
Neben den Vorlesungen gab es auch diverse Freizeitangebote. Es gibt die "Erasmus Society Nicosia", die Partys und Ausflüge organisieren. Es gibt zwei Partys pro Woche, immer mittwochs und freitags.
Ich habe jedoch Zypern auf eigene Faust mit Freunden erkundet. Besonders empfehlen kann ich eine Wanderung durch die Avakas Schlucht. Es geht über Stock und Stein und, wenn man nicht aufpasst, auch durch das Wasser. Es ist ziemlich beeindruckend. Man erreicht die Schlucht jedoch nur mit dem Auto. Die Schlucht war mein Highlight auf Zypern und man sollte sie unbedingt durchwandern.
Außerdem muss man auf jeden Fall ans Kap Greco. Die Klippen sind wunderschön dort. Auf dem Weg zum Kap kommt man auch an Agia Napa nicht vorbei: dem Urlaubsort auf Zypern. Hier findet man den Nissi Beach, den man auf jeden Fall besucht haben muss und die Love Bridge. Der Nissi Beach ist der schönste, aber leider auch der meist besuchteste Strand auf der griechischen Seite.
Die Stadt Paphos ist auch sehenswert. Dort kann man die Königsgräber besuchen. Außerdem befindet sich nicht weit weg davon die Aphrodite Hills. Hier ist Aphrodite aus dem Meer gestiegen und es ist wunderschön dort.
Im Februar habe ich das Troodos Gebirge besucht und dort lag sogar noch Schnee, obwohl es überall sonst schon frühlingshafte Temperaturen waren. Man konnte dort sogar noch Ski fahren. Es gibt auch Wasserfälle im Gebirge, für manche muss man allerdings Eintritt zahlen.
Auf der türkischen Seite gibt es auch einige schöne Plätze. Famagusta hat eine sehr schöne Altstadt und dort findet man auch die Ghost Town. Dort stehen viele Hochhäuser leer und sind teilweise schon zerstört und das direkt am Strand.
Auch Kyrenia ist einen Besuch wert mit seinem beeindruckenden Hafen und der Burg.
Zypern ist im Vergleich zu Deutschland um einiges teurer. Die Kosten für meine möblierte Wohnung und die Nebenkosten mit insgesamt ca. 300€ waren im Rahmen. Jedoch sind die Lebensmittel sehr teuer, wenn man nicht nur von Nudeln und Tomatensoße leben möchte. Es macht fast keinen Unterschied etwas selbst zu kochen oder essen zu gehen. Das meiste kostet das Doppelte auf Zypern, manches sogar das Dreifache. Ich bin immer im Lidl einkaufen gewesen, dort war es zwar auch teurer aber nicht übermäßig teuer.
Es gibt jedoch für Museen und Sehenswürdigkeiten Vergünstigungen für Studenten. Das meiste kostet dann nur noch die Hälfte.
Auf Zypern gibt es natürlich auch öffentliche Verkehrsmittel, jedoch nur Busse. Eine Busfahrt ist aber sehr günstig mit 0,75€. Ein Monatsticket für Nicosia kostet für Studenten 20€. Auch die Intercity Busse, die von Stadt zu Stadt fahren, sind spottbillig. Um in das 150km entfernte Paphos zu kommen, kostet es als Student gerade mal 3,50€.
Die Busverbindungen muss man sich im Internet raussuchen und man muss wissen, wann der Bus fährt, das steht nämlich leider nicht an der Bushaltestelle. Ich empfehle immer mindestens 10min bevor der Bus kommt da zu sein, denn manchmal kommt er tatsächlich 10min früher als er sollte.
Auf der türkischen Seite ist das mit den Bussen nicht so einfach. Im Internet gibt es keine Busfahrzeiten und wenn man zu einem Gate kommt, von dem verschiedene Busse abfahren, muss man entweder die Busfahrer fragen, wohin sie fahren oder es steht jemand draußen und ruft das Ziel aus. Es gibt keine richtigen Bushaltestellen. Die Busse fahren aber alles in kurzen Zeitabständen, so dass man nicht lange auf den Bus warten muss.
Ein negativer Punkt ist, dass es auf Zypern überall Katzen gibt. Egal, wo man sich hinsetzt oder was man macht, überall kommt ein Rudel Katzen und möchte gefüttert werden. Sie springen sogar ein einem hoch oder hüpfen dir aus dem Müllcontainer entgegen.
Weiterhin ist mir negativ aufgefallen, dass Frauen dort sehr anders behandelt werden. Man wird immer auf der Straße angestarrt und die Männer rufen einem was zu oder sie hupen und brüllen aus dem Fenster. Das war sehr lästig, aber dort ist das normal.
Trotzdem hat es mir auf Zypern sehr gut gefallen. Ich empfehle jedem, der über ein Auslandssemester nachdenkt, dieses auf Zypern zu absolvieren. Die Leute sind sehr nett und jeder spricht dort Englisch. Man wird mit offenen Armen empfangen, findet sehr schnell neue Freunde und das Land ist wunderschön. Ich wäre gerne noch länger auf Zypern geblieben.
***
CategoryErfahrungsberichte
Revision [68af240]
Bearbeitet am 2017-08-07 16:56:53 von SasVirgilCatalin
ADDITIONS
Ich habe mein Auslandssemester während des vierten Semesters an der University of Nicosia auf Zypern absolviert.
Ich wollte schon immer ein paar Monate im Ausland verbringen, um eine neue Kultur kennenzulernen und um mein Englisch zu verbessern. Ich habe mich für Zypern entschieden, da ich nur Positives von Studenten gehört habe, die ihr Auslandssemester dort verbracht haben.
Doch bevor es losging, gab es noch einiges zu erledigen. Da ich daheim wohne, musste ich keine Wohnung oder sonstiges kündigen. Meinen Handyvertrag habe ich auch behalten, da man auf Zypern fast überall Internet hat und man somit immer erreichbar ist. Da die gewöhnliche Auslandskrankenversicherung für Urlaube nur für eine begrenzte Anzahl an Tagen gültig ist, brauchte ich natürlich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung. Diese habe ich bei der HanseMerkur abgeschlossen, allerdings nie gebraucht.
Natürlich braucht man auch eine Unterkunft auf Zypern. Gefunden habe ich meine Wohnung über Facebook. Es gibt diverse "Erasmus Students Cyprus" Gruppen, in denen man viele Wohnungsinserate findet. Die Wohnungssuche war sehr einfach. Ich habe eine Anzeige gesehen, darauf geantwortet und schon hatte ich eine Wohnung und zwei Mitbewohner. Unsere Wohnung war komplett möbliert mit einem riesigen Balkon, von dem aus man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hatte. Die Schlafzimmer sind zwar alle sehr klein, dafür Küche, Wohn- und Esszimmer umso größer. Ich habe 275€ Miete pro Monat bezahlt und alle 2 Monate noch Strom und Wasser. Die Kosten dafür lagen bei 25€ pro Monat. Besonders Wasser ist sehr günstig auf Zypern, jedoch wird davon abgeraten, es zu trinken. Das Geld für die Nebenkosten hat die Hausverwalterin persönlich abgeholt. Wir haben einen Termin gemacht, jedoch kam sie meistens nicht. Leider war auch unsere Decke abgebröckelt und somit mussten die Handwerker kommen. Sie haben uns Bescheid gegeben, jedoch kamen auch sie meist nicht oder kamen 3 Tage später. Somit war unsere Wohnung über mehrere Wochen hinweg ziemlich chaotisch und dreckig.
Meine Wohnung lag 5km weit weg von der Uni, dafür habe ich nur 15min zu Fuß bis in die Innenstadt gebraucht. Mit dem Bus ist es allerdings kein Problem zur Uni zu kommen. Heimwärts wird es allerdings schwieriger. Nach circa 1- 1,5h Vorlesung wird eine Pause gemacht von 20 – 25min. Nach dieser Pause halten die meisten Professoren nur noch 15min Vorlesung und wenn dann Schluss ist, ist der Bus meistens vor 5min abgefahren. Ab 11.30 Uhr fahren die Busse nur noch alle 45min und ich musste dann 40min auf den Bus warten. Manchmal ist mir der Bus auch direkt vor der Nase weggefahren oder er kam gar nicht und man musste weitere 45min warten. Ich saß sehr oft an der Bushaltestelle und habe auf den Bus gewartet. Da meine Vorlesungen hauptsächlich ab 18 Uhr stattfanden, war es noch unangenehmer so spät nach Hause zu kommen. Das war meistens um 21.30 Uhr. Das war auf Dauer ziemlich nervig und das hat mich am meisten gestört.
Sonst kann ich jedoch nur Positives über die Universität und die Professoren berichten. Alle sind sehr nett und es wurde jedes Problem in kürzester Zeit gelöst. Die Professoren zeigen viel Interesse und sind herzlich. Es ist viel persönlicher als in Deutschland. Die Vorlesungen fanden auf Englisch statt und man hat alles sehr gut verstanden und konnte folgen. Ich habe mich jedoch in meine Schulzeit zurückversetzt gefühlt. Es gibt Hausaufgaben, die auch abgegeben werden müssen und benotet werden, Tests und Quizzes, Midterms und Vorträge. Das war einerseits anstrengend und zeitaufwendig, andererseits auch gut, weil man nur einen Bruchteil des Vorlesungsstoffes lernen musste.
Ich habe die Kurse Marketing, Marketing Research, Introduction to Management, Managerial Accounting und Business Communications belegt. Nehmt auf jeden Fall euren Taschenrechner mit, der ist zwingend notwendig für Accounting. Man konnte den Vorlesungen sehr leicht folgen. Manche waren aber auch chaotisch, da die meisten Professoren Ihre PowerPoint nicht selber erstellen und so kann es passieren, dass der Professor sich erst kurz informieren muss, bevor er weiter erklärt. Die Kurse fand ich alle sehr interessant. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, war, dass die meisten Kurse erst ab 18.00 Uhr stattfanden.
Zu dem Essen in der Uni lässt sich sagen, dass es z.B. Fastfood wie Burger oder Pommes recht günstig gibt, die richtigen Gerichte sind jedoch sehr teuer. Manche kosten 6€.
Neben den Vorlesungen gab es auch diverse Freizeitangebote. Es gibt die "Erasmus Society Nicosia", die Partys und Ausflüge organisieren. Es gibt zwei Partys pro Woche, immer mittwochs und freitags.
Ich habe jedoch Zypern auf eigene Faust mit Freunden erkundet. Besonders empfehlen kann ich eine Wanderung durch die Avakas Schlucht. Es geht über Stock und Stein und, wenn man nicht aufpasst, auch durch das Wasser. Es ist ziemlich beeindruckend. Man erreicht die Schlucht jedoch nur mit dem Auto. Die Schlucht war mein Highlight auf Zypern und man sollte sie unbedingt durchwandern.
Außerdem muss man auf jeden Fall ans Kap Greco. Die Klippen sind wunderschön dort. Auf dem Weg zum Kap kommt man auch an Agia Napa nicht vorbei: dem Urlaubsort auf Zypern. Hier findet man den Nissi Beach, den man auf jeden Fall besucht haben muss und die Love Bridge. Der Nissi Beach ist der schönste, aber leider auch der meist besuchteste Strand auf der griechischen Seite.
Die Stadt Paphos ist auch sehenswert. Dort kann man die Königsgräber besuchen. Außerdem befindet sich nicht weit weg davon die Aphrodite Hills. Hier ist Aphrodite aus dem Meer gestiegen und es ist wunderschön dort.
Im Februar habe ich das Troodos Gebirge besucht und dort lag sogar noch Schnee, obwohl es überall sonst schon frühlingshafte Temperaturen waren. Man konnte dort sogar noch Ski fahren. Es gibt auch Wasserfälle im Gebirge, für manche muss man allerdings Eintritt zahlen.
Auf der türkischen Seite gibt es auch einige schöne Plätze. Famagusta hat eine sehr schöne Altstadt und dort findet man auch die Ghost Town. Dort stehen viele Hochhäuser leer und sind teilweise schon zerstört und das direkt am Strand.
Auch Kyrenia ist einen Besuch wert mit seinem beeindruckenden Hafen und der Burg.
Zypern ist im Vergleich zu Deutschland um einiges teurer. Die Kosten für meine möblierte Wohnung und die Nebenkosten mit insgesamt ca. 300€ waren im Rahmen. Jedoch sind die Lebensmittel sehr teuer, wenn man nicht nur von Nudeln und Tomatensoße leben möchte. Es macht fast keinen Unterschied etwas selbst zu kochen oder essen zu gehen. Das meiste kostet das Doppelte auf Zypern, manches sogar das Dreifache. Ich bin immer im Lidl einkaufen gewesen, dort war es zwar auch teurer aber nicht übermäßig teuer.
Es gibt jedoch für Museen und Sehenswürdigkeiten Vergünstigungen für Studenten. Das meiste kostet dann nur noch die Hälfte.
Auf Zypern gibt es natürlich auch öffentliche Verkehrsmittel, jedoch nur Busse. Eine Busfahrt ist aber sehr günstig mit 0,75€. Ein Monatsticket für Nicosia kostet für Studenten 20€. Auch die Intercity Busse, die von Stadt zu Stadt fahren, sind spottbillig. Um in das 150km entfernte Paphos zu kommen, kostet es als Student gerade mal 3,50€.
Die Busverbindungen muss man sich im Internet raussuchen und man muss wissen, wann der Bus fährt, das steht nämlich leider nicht an der Bushaltestelle. Ich empfehle immer mindestens 10min bevor der Bus kommt da zu sein, denn manchmal kommt er tatsächlich 10min früher als er sollte.
Auf der türkischen Seite ist das mit den Bussen nicht so einfach. Im Internet gibt es keine Busfahrzeiten und wenn man zu einem Gate kommt, von dem verschiedene Busse abfahren, muss man entweder die Busfahrer fragen, wohin sie fahren oder es steht jemand draußen und ruft das Ziel aus. Es gibt keine richtigen Bushaltestellen. Die Busse fahren aber alles in kurzen Zeitabständen, so dass man nicht lange auf den Bus warten muss.
Ein negativer Punkt ist, dass es auf Zypern überall Katzen gibt. Egal, wo man sich hinsetzt oder was man macht, überall kommt ein Rudel Katzen und möchte gefüttert werden. Sie springen sogar ein einem hoch oder hüpfen dir aus dem Müllcontainer entgegen.
Weiterhin ist mir negativ aufgefallen, dass Frauen dort sehr anders behandelt werden. Man wird immer auf der Straße angestarrt und die Männer rufen einem was zu oder sie hupen und brüllen aus dem Fenster. Das war sehr lästig, aber dort ist das normal.
Trotzdem hat es mir auf Zypern sehr gut gefallen. Ich empfehle jedem, der über ein Auslandssemester nachdenkt, dieses auf Zypern zu absolvieren. Die Leute sind sehr nett und jeder spricht dort Englisch. Man wird mit offenen Armen empfangen, findet sehr schnell neue Freunde und das Land ist wunderschön. Ich wäre gerne noch länger auf Zypern geblieben.
Revision [459f29b]
Bearbeitet am 2017-08-07 14:35:20 von ClaudiaMichel
ADDITIONS
#### <span style="color:#364E6D">Auslandsemester (4.Semester) in Zypern, University of Nicosia</span>
_Erfahrungsbericht von Kim Dietzel_
DELETIONS
#### <span style="color:#364E6D">Auslandsemester in Zypern, European University of Cyprus</span>
_Erfahrungsbericht von ..._
##### 1. Bevor ich Deutschland verlassen habe:
Da Zypern in Europa liegt, hatte ich das Glück, meine Auslandsoption in meinem Handyvertrag nutzen zu können. Meine Wohnung war ganz einfach zu finden, da das Erasmus Programm verschiedene Facebook Gruppen hat und hier ganz viele Wohnungsangebote mit Bildern eingestellt werden. Und wenn man sich für eine bestimmte Wohnung entschieden hat, kann man dies alles problemlos via Email mit der Vermieterin abklären. Die Auslandskrankenversicherung habe ich bei meiner Hausbank &#8222;Volksbank Aschaffenburg&#8220; abgeschlossen. Da es wenige Direktflüge gibt, habe ich mich für die teurere Variante entschieden und bin mit Lufthansa von Frankfurt nach Larnaca geflogen. Es gibt aber noch diverse Billigflüge nach Ercan oder nach Paphos.
##### 2. Die Universität im Ausland und deren Lehr- und Betreuungsangebote:
Es gab leider keine Buddys, aber einen Registration day an dem man alles Wichtige gesagt bekommen hat. An diesem Tag hat man auch einen ausgedruckten Stundenplan mit allen Vorlesungen und dazugehörigen Räumen bekommen. Den Stundenplan selbst hat man sich vorab schon selbst online selbst zusammengestellt. Leider war dies etwas problematisch, da bei mir nur noch zwei von sechs Kursen dort angeboten wurden, also musste ich mir dann nochmal andere Fächer suchen. Auch wenn dies sehr problematisch war, hat mir die Erasmus Koordinatorin Efi stets zur Seite gestanden und mir weiter geholfen. Die Kurse ansich wurden in einem sehr gut verständlichen Englisch gehalten. Diese wurden auch überwiegend von International students besucht. Die Universität selbst hat sehr viele Freizeitangebote, die alle kostenlos genutzt werden können. Die Mensa ist sehr empfehlenswert, es gibt eine große und leckere Vielfalt an Essen. In jeder Universität in Zypern herrscht Anwesenheitspflicht, dies macht auch zehn Prozent der Note aus. Auch der Vorlesungsstil ist anders als in Deutschland. Die Klasse wird immer mit in den Unterricht eingebaut. Es erinnert ein bisschen an das Schulprinzip in Deutschland, da man zum Beispiel Zwischenprüfungen hat und auch Aufsätze schreiben muss. In Zypern gibt es eine zuständige Person von ESN (Erasmus Student Network), die alles organisiert, jeden Trip, Jede Veranstaltung, einfach alles. Diese ist auch super nett und steht rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung.
##### 3. Unterkunft:
Meine Wohnung hatte ich direkt, als ich in Nikosia angekommen bin und konnte somit auch die erste Nacht dort schon verbringen. Die Wohnung war ca. 900 Meter vom Stadtzentrum entfernt und ca. drei Kilometer von der Universität. Dies war meiner Meinung nach eine perfekte Lage, da Bars, Discos und Einkaufsmärkte bequem zu Fuß erreichbar waren. Zur Uni fuhr ein Bus oder auch diese konnte man bei schönem Wetter super zu Fuß erreichen. Die Wohnung an sich war komplett möbliert, mit allem was man brauchen kann, wie zum Beispiel auch eine Waschmaschine. Die Kosten beliefen sich auf 170&#8364; kalt, hier kam noch Wasser, Strom und Internet hinzu. Kaution waren zwei Kaltmieten. Vom Flughafen in Larnaca sind es circa 50 Kilometer, hier gibt es einmal einen Shuttle Service mit dem Bus, dieser kostet acht Euro und einen Taxi Service den man vorher online buchen muss, dieser kostet elf Euro. Der Taxi Service ist meiner Meinung die bessere Wahl, da dieser einen direkt vor der Haustür absetzt, denn der Bus Shuttle fährt zu einer Haltestelle, die ungefähr zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist.
##### 4. Weitere Fakten über das Leben im Ausland:
Zypern ist sehr studentenfreundlich, da es in jeder Einrichtung eigentlich Studentenrabatt gibt. Also immer den Studentenausweis dabei haben.
Kostenaufstellung:
Wohnung: 200&#8364;
Essen: 100&#8364;
Freizeit: 200&#8364;
In Zypern gab es eigentlich keine Probleme. Sie haben eine komplett gut ausgebaute Infrastruktur, und man bekommt so gut wie alles an Lebensmitteln, die man aus Deutschland gewohnt ist. Leider ist dort alles ein bisschen teurer, da die meisten Produkte importiert werden, aber es gibt zum Beispiel auch Lidl dort, diese haben ungefähr die gleichen Preise als in Deutschland. Meine absoluten Highlights in Zypern waren auf der Nordseite der Golden Beach, diesen muss man einfach mal besucht haben, leider erreicht man diesen nur mit einem Auto, also einfach mal einen Wochenendtrip mit einem Mietwagen planen. Auch noch sehr wichtig ist Ayia Napa, denn hier sind die ganzen Traumstände und unter anderem eine sehr große Discomeile. Hier kann man auch sehr gut ein Hotelzimmer für 8&#8364; die Nacht buchen.
##### 5. Ende des Auslandssemesters:
Die Kaution wurde mit der letzten Nebenabrechnung verrechnet und der Rest der übrig blieb wurde mir direkt bar vor Ort ausgezahlt. Ich bin gar nicht länger im Land geblieben, da wir uns alles während dem laufenden Semester angeschaut haben. Wir hatten uns dort ein Auto gekauft und waren ständig in ganz Zypern unterwegs. Da Zypern nicht so groß ist, hat man die tolle Möglichkeit, sich in fünf Monaten wirklich alles anschauen zu können. Ein unheimliches Muss um soziale Kontakte zu knüpfen ist das Ithaki jeden Mittwoch. Hier wird immer eine Erasmus Party veranstaltet und dort ist einfach jeder und hier lernt man auch ganz schnell tolle neue Leute kennen. Anschluss zu finden war hier überhaupt nicht schwer, eher im Gegenteil, man war teilweise überfordert mit so vielen neuen Kontakten. So toll die Zeit für das Auslandssemester auch war, könnte ich mir nicht vorstellen fest dort zu leben, da der Arbeitsablauf ein vollkommen anderer ist, als hier in Deutschland.
Revision [9d83da0]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von ClaudiaMichel am 2017-07-04 10:25:55 erstellt
ADDITIONS
#### <span style="color:#364E6D">Auslandsemester in Zypern, European University of Cyprus</span>
_Erfahrungsbericht von ..._
##### 1. Bevor ich Deutschland verlassen habe:
Da Zypern in Europa liegt, hatte ich das Glück, meine Auslandsoption in meinem Handyvertrag nutzen zu können. Meine Wohnung war ganz einfach zu finden, da das Erasmus Programm verschiedene Facebook Gruppen hat und hier ganz viele Wohnungsangebote mit Bildern eingestellt werden. Und wenn man sich für eine bestimmte Wohnung entschieden hat, kann man dies alles problemlos via Email mit der Vermieterin abklären. Die Auslandskrankenversicherung habe ich bei meiner Hausbank &#8222;Volksbank Aschaffenburg&#8220; abgeschlossen. Da es wenige Direktflüge gibt, habe ich mich für die teurere Variante entschieden und bin mit Lufthansa von Frankfurt nach Larnaca geflogen. Es gibt aber noch diverse Billigflüge nach Ercan oder nach Paphos.
##### 2. Die Universität im Ausland und deren Lehr- und Betreuungsangebote:
Es gab leider keine Buddys, aber einen Registration day an dem man alles Wichtige gesagt bekommen hat. An diesem Tag hat man auch einen ausgedruckten Stundenplan mit allen Vorlesungen und dazugehörigen Räumen bekommen. Den Stundenplan selbst hat man sich vorab schon selbst online selbst zusammengestellt. Leider war dies etwas problematisch, da bei mir nur noch zwei von sechs Kursen dort angeboten wurden, also musste ich mir dann nochmal andere Fächer suchen. Auch wenn dies sehr problematisch war, hat mir die Erasmus Koordinatorin Efi stets zur Seite gestanden und mir weiter geholfen. Die Kurse ansich wurden in einem sehr gut verständlichen Englisch gehalten. Diese wurden auch überwiegend von International students besucht. Die Universität selbst hat sehr viele Freizeitangebote, die alle kostenlos genutzt werden können. Die Mensa ist sehr empfehlenswert, es gibt eine große und leckere Vielfalt an Essen. In jeder Universität in Zypern herrscht Anwesenheitspflicht, dies macht auch zehn Prozent der Note aus. Auch der Vorlesungsstil ist anders als in Deutschland. Die Klasse wird immer mit in den Unterricht eingebaut. Es erinnert ein bisschen an das Schulprinzip in Deutschland, da man zum Beispiel Zwischenprüfungen hat und auch Aufsätze schreiben muss. In Zypern gibt es eine zuständige Person von ESN (Erasmus Student Network), die alles organisiert, jeden Trip, Jede Veranstaltung, einfach alles. Diese ist auch super nett und steht rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung.
##### 3. Unterkunft:
Meine Wohnung hatte ich direkt, als ich in Nikosia angekommen bin und konnte somit auch die erste Nacht dort schon verbringen. Die Wohnung war ca. 900 Meter vom Stadtzentrum entfernt und ca. drei Kilometer von der Universität. Dies war meiner Meinung nach eine perfekte Lage, da Bars, Discos und Einkaufsmärkte bequem zu Fuß erreichbar waren. Zur Uni fuhr ein Bus oder auch diese konnte man bei schönem Wetter super zu Fuß erreichen. Die Wohnung an sich war komplett möbliert, mit allem was man brauchen kann, wie zum Beispiel auch eine Waschmaschine. Die Kosten beliefen sich auf 170&#8364; kalt, hier kam noch Wasser, Strom und Internet hinzu. Kaution waren zwei Kaltmieten. Vom Flughafen in Larnaca sind es circa 50 Kilometer, hier gibt es einmal einen Shuttle Service mit dem Bus, dieser kostet acht Euro und einen Taxi Service den man vorher online buchen muss, dieser kostet elf Euro. Der Taxi Service ist meiner Meinung die bessere Wahl, da dieser einen direkt vor der Haustür absetzt, denn der Bus Shuttle fährt zu einer Haltestelle, die ungefähr zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist.
##### 4. Weitere Fakten über das Leben im Ausland:
Zypern ist sehr studentenfreundlich, da es in jeder Einrichtung eigentlich Studentenrabatt gibt. Also immer den Studentenausweis dabei haben.
Kostenaufstellung:
Wohnung: 200&#8364;
Essen: 100&#8364;
Freizeit: 200&#8364;
In Zypern gab es eigentlich keine Probleme. Sie haben eine komplett gut ausgebaute Infrastruktur, und man bekommt so gut wie alles an Lebensmitteln, die man aus Deutschland gewohnt ist. Leider ist dort alles ein bisschen teurer, da die meisten Produkte importiert werden, aber es gibt zum Beispiel auch Lidl dort, diese haben ungefähr die gleichen Preise als in Deutschland. Meine absoluten Highlights in Zypern waren auf der Nordseite der Golden Beach, diesen muss man einfach mal besucht haben, leider erreicht man diesen nur mit einem Auto, also einfach mal einen Wochenendtrip mit einem Mietwagen planen. Auch noch sehr wichtig ist Ayia Napa, denn hier sind die ganzen Traumstände und unter anderem eine sehr große Discomeile. Hier kann man auch sehr gut ein Hotelzimmer für 8&#8364; die Nacht buchen.
##### 5. Ende des Auslandssemesters:
Die Kaution wurde mit der letzten Nebenabrechnung verrechnet und der Rest der übrig blieb wurde mir direkt bar vor Ort ausgezahlt. Ich bin gar nicht länger im Land geblieben, da wir uns alles während dem laufenden Semester angeschaut haben. Wir hatten uns dort ein Auto gekauft und waren ständig in ganz Zypern unterwegs. Da Zypern nicht so groß ist, hat man die tolle Möglichkeit, sich in fünf Monaten wirklich alles anschauen zu können. Ein unheimliches Muss um soziale Kontakte zu knüpfen ist das Ithaki jeden Mittwoch. Hier wird immer eine Erasmus Party veranstaltet und dort ist einfach jeder und hier lernt man auch ganz schnell tolle neue Leute kennen. Anschluss zu finden war hier überhaupt nicht schwer, eher im Gegenteil, man war teilweise überfordert mit so vielen neuen Kontakten. So toll die Zeit für das Auslandssemester auch war, könnte ich mir nicht vorstellen fest dort zu leben, da der Arbeitsablauf ein vollkommen anderer ist, als hier in Deutschland.
***
CategoryErfahrungsberichte