Revision [d53d242]
Letzte Änderung am 2020-10-05 13:21:04 durch Oksana Neopagitova
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### Tutorium Kostenrechnung


#### Maschinenstundensatzrechnung



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| +| Bisher wurden im Rahmen der Zuschlagskalkulation die Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für die Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Diese Vorgehensweise unterstellt, dass ein Zusammenhang zwischen Fertigungslöhnen und Fertigungsgemeinkosten besteht.<br />Bei den in der industriellen Produktion wichtigsten Fertigungsgemeinkostenarten existiert der unterstellte Zusammenhang jedoch nicht.<br />Fertigungsgemeinkostenarten, bei denen kein Zusammenhang mit den Fertigungslöhnen besteht:<br />&#8226; Kalkulatorische Abschreibungen<br />&#8226; Kalkulatorische Zinsen<br />&#8226; Energiekosten<br />&#8226; Reparaturkosten<br />&#8226; Wartungskosten<br />Für die Verwendung der Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für sämtliche Fertigungsgemeinkostenarten spricht lediglich die einfache Handhabung.<br />Um eine MSSR durchführen zu können, ist es zunächst erforderlich, die Fertigungsgemeinkosten in <br />.....<br />Gemeinkosten (Restgemeinkosten) aufzuspalten:<br />a) Maschinenkosten: direkt maschinenabhängige FGK:z. B. kalk. Abschreibung, kalk. Zinsen<br />b) Rest-FGK: Hilfs-/Betriebsstoffe, Steuern, Versicherungen<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung der Maschinenlaufzeit</span><br />Um zum Maschinenstundensatz zu gelangen, ist es zunächst erforderlich, die jährliche bzw. monatliche Laufzeit einer Maschine zu ermitteln.<br />Maschinenlaufzeit ist diejenige Zeit, in der die Maschine &#8230;&#8230;läuft.<br />Die &#8230; ist diejenige Zeit, in der die Maschine theoretisch laufen könnte, wenn sie ständig in Betrieb wäre.<br />Berechnung der Maschinenzeit:<br />&#8230;..<br />Die Stillstandszeit umfasst:<br />&#8226; Arbeitsfreie Tage im Jahr<br />&#8226; Die Zeiten eines Arbeitstages, an denen nicht gearbeitet wird (Einschichtbetrieb)<br />&#8226; Betriebsbedingte Stillstandszeiten (Instandhaltungszeiten, Betriebsversammlungen, durch Krankheit des Bedienungspersonals bedinge Stillstandszeiten)<br />&#8226; Auftragsbedingte Rüstzeiten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />In einer 40-stündigen Arbeitswoche läuft eine Maschine planmäßig 37,5 Stunden. Die restlichen 2,5 Stunden sind erforderlich, um die Maschine umzurüsten, einzurichten und zu reinigen. 4 Wochen im Jahr kann die Maschine aufgrund von Feiertagen und Urlaub nicht genutzt werden. Die geplante jährliche Nutzung bei Normalbeschäftigung beläuft sich also auf:&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung des Maschinenstundensatzes</span><br />Maschinenstundensatz = &#8230;&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel zur Maschinenstundensatzrechnung:</span><br />Die Anschaffungskosten einer Maschine betragen 100.000 &#8364;, die Nutzungsdauer beträgt 10 Jahre, die kalkulatorische AfA erfolgt linear auf die voraussichtlichen Wiederbeschaffungskosten von 150.000 &#8364;. Die kalkulatorischen Zinsen werden mit 12 % von den Anschaffungskosten berechnet. Die Instandhaltungskosten werden mit 10.000 &#8364; pro Monat veranschlagt, an Platzkosten entstehen monatlich 1.000 &#8364;. Die Grundgebühr für Energiekosten beträgt 100 &#8364; im Monat, der Stromverbrauch der Maschine beträgt 1,25 kWh bei einem Kilowattpreis von 0,20 &#8364;. Die Betriebsstoffkosten betragen 200 &#8364; im Monat.<br />Als Fixkosten gelten:<br />80 % der AfA, 30 % der Instandhaltungskosten, die Grundgebühr, die kalkulatorischen Zinsen und die Platzkosten in voller Höhe.<br />Zu berechnen ist der Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 160 Stunden im Monat.<br />Anmerkung:<br />&#8226; Als Bemessungsgrundlage für die kalkulatorischen Abschreibungen sind die Wiederbeschaffungskosten anzusetzen (Substanzerhaltungsprinzip)<br />&#8226; Beachten Sie, dass die kalkulatorischen Zinsen auf die halben AK berechnet werden (Durchschnittswertmethode).<br />




| | gesamt | fix | variabel |
| +| kalk. AfA | |
| kalk. Zinsen | |
| Instandhaltung | |
| Platzkosten | |
| Grundgebühr | |
| Variable Energiekosten | |
| Betriebsstoffe | |
| Summe | |





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| +| variable Kosten pro MSS = &#8230;&#8230;<br />fixe Kosten pro MSS = &#8230;...<br />insgesamt = &#8230;&#8230;..<br />Bei Umstellung auf Zweischichtbetrieb bei einer Maschinenlaufzeit von 320 Std. im Monat ergibt sich ein neuer Maschinenstundensatz von:<br />MSS = &#8230;&#8230;.<br />Werden auf einer Maschine nun &#8230;&#8230;&#8230; Produkte hergestellt, so ist bei der Kalkulation dieser Produkte die jeweils von ihnen benötigte Maschinenlaufzeit zu berücksichtigen.<br />Benötigt das Produkt X die Maschine nur 30 Minuten während das Produkt Y 1 Std. Maschinenlaufzeit belegt, so werden bei der Kalkulation von X lediglich &#8230;&#8230;&#8230; des MSS und bei Produkt Y &#8230;&#8230;&#8230; angesetzt.<br /><span style="text-decoration:underline;">Maschinenkosten im Kalkulationsschema</span><br />Im Kalkulationsschema ergeben sich bei Kalkulation mit Maschinenstundensätzen folgende Änderungen (Beispiel mit zwei Maschinen):<br />Materialeinzelkosten<br />+ Materialgemeinkosten<br />+ Fertigungseinzelkosten<br />+ Fertigungsgemeinkosten I (nur Restgemeinkosten)<br />+ Maschinenkosten der Maschine A<br />+ Maschinenkosten der Maschine B<br />= Herstellkosten<br />+ Verwaltungsgemeinkosten<br />+ Vertriebsgemeinkosten<br />= Selbstkosten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />1. <br />Die Kosten- und Leistungsrechnung hat für das Erzeugnis X im Monat Dezember folgende Werte ermittelt:<br />Verrechnete Maschinenkosten: 40.940<br />Fertigungslöhne: 16.000<br />Sondereinzelkosten des Vertriebs: 2.160<br />Normal-Herstellungskosten der Abrechnungsperiode: 163.340<br />Normal-Selbstkosten des Umsatzes: 212.760<br />Bestandsmehrung FE: 3.000<br />Normalzuschlagsätze:<br />Material: 15%<br />Fertigung: Rest-FGK 90 %<br />Verwaltung/Vertrieb: 30%<br />a) Berechnen Sie den Verbrauch an Fertigungsmaterial im Dezember.<br />b) Ermitteln Sie für Dezember die Art der Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen.<br />c) Welche Ursache könnte eine Kostenunterdeckung bei den Maschinenkosten haben?<br />


















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| +| Die folgende Übersicht zeigt die Einteilung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten in fixe und variable Gemeinkosten auf der Grundlage einer Beschäftigung von 150 Laufstunden im Monat:<br />




| Maschinenabh. Fert. GK | gesamt | fix | variabel | variabel pro Stück |
| +| kalk. Afa | 2.000 | 2.000 | - | -
| kalk. Zins | 800 | 800 | - | -
| Energie | 400 | 40 | 360 | 2,40
| Platzkosten | 3.000 | 3.000 | - | -
| Reparatur | 1.250 | 350 | 900 | 6,00
| Werkzeuge | 200 | 200 | - | -
| Betriebsstoffe | 750 | - | 750 | 5,00
| Summen | 8.400 | 6.390 | 2.010 | 13,40




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| +| Bei 150 Laufstunden je Monat ergeben sich fixe maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten von &#8230;<br />Der Maschinenstundensatz beläuft sich also insgesamt auf... <br />**4.** <br />Die Firma &#8222;Bratwurst&#8220; KG unterhält ein computergesteuertes Fertigungszentrum, das Rind- und Schweinefleisch automatisch hackt, würzt und schließlich zu Bratwürsten verarbeitet. Folgende Daten liegen Ihnen aus dem Rechnungswesen vor:<br />* Das Bearbeitungszentrum kostete ursprünglich 82.000 &#8364;, es wird angenommen, dass das Bearbeitungszentrum nach 8 Jahren Nutzungsdauer nur noch mit 5.000 &#8364; verkauft werden kann, ein neues Fertigungszentrum wird voraussichtlich 10 % teurer sein.<br />* Das Wurst-Fertigungszentrum benötigt 26 qm Platz, die Monatsmiete für Ihre Fabrikhalle beträgt 20 &#8364;/qm.<br />* Der Stromverbrauch beträgt 26 kW in der Stunde. Die Kilowatt-Stunde kostet 23 Cent.<br />* Die Wartungs- und Reinigungskosten belaufen sich auf 150 &#8364; im Monat.<br />* Es fallen zudem Hilfslöhne in Höhe von 400 &#8364; je Monat an.<br />* Die sonstigen Gemeinkosten belaufen sich auf 12.000 &#8364; im Jahr.<br />**Ermitteln Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 1.600 Stunden im Jahr. Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwenden Sie einen Zinssatz von 4 %.**<br />




[PDF Dokument Aufgaben Teil 1](/files/Maschinenstundensatzrechnung/AufgabenMSS1.pdf)

[PDF Dokument Aufgaben Teil 2](/files/Maschinenstundensatzrechnung/AufgabenMSS2.pdf)




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#### Maschinenstundensatzrechnung
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| -| Bisher wurden im Rahmen der Zuschlagskalkulation die Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für die Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Diese Vorgehensweise unterstellt, dass ein Zusammenhang zwischen Fertigungslöhnen und Fertigungsgemeinkosten besteht.<br />Bei den in der industriellen Produktion wichtigsten Fertigungsgemeinkostenarten existiert der unterstellte Zusammenhang jedoch nicht.<br />Fertigungsgemeinkostenarten, bei denen kein Zusammenhang mit den Fertigungslöhnen besteht:<br />&#8226; Kalkulatorische Abschreibungen<br />&#8226; Kalkulatorische Zinsen<br />&#8226; Energiekosten<br />&#8226; Reparaturkosten<br />&#8226; Wartungskosten<br />Für die Verwendung der Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für sämtliche Fertigungsgemeinkostenarten spricht lediglich die einfache Handhabung.<br />Um eine MSSR durchführen zu können, ist es zunächst erforderlich, die Fertigungsgemeinkosten in <br />.....<br />Gemeinkosten (Restgemeinkosten) aufzuspalten:<br />a) Maschinenkosten: direkt maschinenabhängige FGK:z. B. kalk. Abschreibung, kalk. Zinsen<br />b) Rest-FGK: Hilfs-/Betriebsstoffe, Steuern, Versicherungen<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung der Maschinenlaufzeit</span><br />Um zum Maschinenstundensatz zu gelangen, ist es zunächst erforderlich, die jährliche bzw. monatliche Laufzeit einer Maschine zu ermitteln.<br />Maschinenlaufzeit ist diejenige Zeit, in der die Maschine &#8230;&#8230;läuft.<br />Die &#8230; ist diejenige Zeit, in der die Maschine theoretisch laufen könnte, wenn sie ständig in Betrieb wäre.<br />Berechnung der Maschinenzeit:<br />&#8230;..<br />Die Stillstandszeit umfasst:<br />&#8226; Arbeitsfreie Tage im Jahr<br />&#8226; Die Zeiten eines Arbeitstages, an denen nicht gearbeitet wird (Einschichtbetrieb)<br />&#8226; Betriebsbedingte Stillstandszeiten (Instandhaltungszeiten, Betriebsversammlungen, durch Krankheit des Bedienungspersonals bedinge Stillstandszeiten)<br />&#8226; Auftragsbedingte Rüstzeiten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />In einer 40-stündigen Arbeitswoche läuft eine Maschine planmäßig 37,5 Stunden. Die restlichen 2,5 Stunden sind erforderlich, um die Maschine umzurüsten, einzurichten und zu reinigen. 4 Wochen im Jahr kann die Maschine aufgrund von Feiertagen und Urlaub nicht genutzt werden. Die geplante jährliche Nutzung bei Normalbeschäftigung beläuft sich also auf:&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung des Maschinenstundensatzes</span><br />Maschinenstundensatz = &#8230;&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel zur Maschinenstundensatzrechnung:</span><br />Die Anschaffungskosten einer Maschine betragen 100.000 &#8364;, die Nutzungsdauer beträgt 10 Jahre, die kalkulatorische AfA erfolgt linear auf die voraussichtlichen Wiederbeschaffungskosten von 150.000 &#8364;. Die kalkulatorischen Zinsen werden mit 12 % von den Anschaffungskosten berechnet. Die Instandhaltungskosten werden mit 10.000 &#8364; pro Monat veranschlagt, an Platzkosten entstehen monatlich 1.000 &#8364;. Die Grundgebühr für Energiekosten beträgt 100 &#8364; im Monat, der Stromverbrauch der Maschine beträgt 1,25 kWh bei einem Kilowattpreis von 0,20 &#8364;. Die Betriebsstoffkosten betragen 200 &#8364; im Monat.<br />Als Fixkosten gelten:<br />80 % der AfA, 30 % der Instandhaltungskosten, die Grundgebühr, die kalkulatorischen Zinsen und die Platzkosten in voller Höhe.<br />Zu berechnen ist der Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 160 Stunden im Monat.<br />Anmerkung:<br />&#8226; Als Bemessungsgrundlage für die kalkulatorischen Abschreibungen sind die Wiederbeschaffungskosten anzusetzen (Substanzerhaltungsprinzip)<br />&#8226; Beachten Sie, dass die kalkulatorischen Zinsen auf die halben AK berechnet werden (Durchschnittswertmethode).<br />
| | gesamt | fix | variabel |
| -| kalk. AfA | |
| kalk. Zinsen | |
| Instandhaltung | |
| Platzkosten | |
| Grundgebühr | |
| Variable Energiekosten | |
| Betriebsstoffe | |
| Summe | |
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| -| variable Kosten pro MSS = &#8230;&#8230;<br />fixe Kosten pro MSS = &#8230;...<br />insgesamt = &#8230;&#8230;..<br />Bei Umstellung auf Zweischichtbetrieb bei einer Maschinenlaufzeit von 320 Std. im Monat ergibt sich ein neuer Maschinenstundensatz von:<br />MSS = &#8230;&#8230;.<br />Werden auf einer Maschine nun &#8230;&#8230;&#8230; Produkte hergestellt, so ist bei der Kalkulation dieser Produkte die jeweils von ihnen benötigte Maschinenlaufzeit zu berücksichtigen.<br />Benötigt das Produkt X die Maschine nur 30 Minuten während das Produkt Y 1 Std. Maschinenlaufzeit belegt, so werden bei der Kalkulation von X lediglich &#8230;&#8230;&#8230; des MSS und bei Produkt Y &#8230;&#8230;&#8230; angesetzt.<br /><span style="text-decoration:underline;">Maschinenkosten im Kalkulationsschema</span><br />Im Kalkulationsschema ergeben sich bei Kalkulation mit Maschinenstundensätzen folgende Änderungen (Beispiel mit zwei Maschinen):<br />Materialeinzelkosten<br />+ Materialgemeinkosten<br />+ Fertigungseinzelkosten<br />+ Fertigungsgemeinkosten I (nur Restgemeinkosten)<br />+ Maschinenkosten der Maschine A<br />+ Maschinenkosten der Maschine B<br />= Herstellkosten<br />+ Verwaltungsgemeinkosten<br />+ Vertriebsgemeinkosten<br />= Selbstkosten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />1. <br />Die Kosten- und Leistungsrechnung hat für das Erzeugnis X im Monat Dezember folgende Werte ermittelt:<br />Verrechnete Maschinenkosten: 40.940<br />Fertigungslöhne: 16.000<br />Sondereinzelkosten des Vertriebs: 2.160<br />Normal-Herstellungskosten der Abrechnungsperiode: 163.340<br />Normal-Selbstkosten des Umsatzes: 212.760<br />Bestandsmehrung FE: 3.000<br />Normalzuschlagsätze:<br />Material: 15%<br />Fertigung: Rest-FGK 90 %<br />Verwaltung/Vertrieb: 30%<br />a) Berechnen Sie den Verbrauch an Fertigungsmaterial im Dezember.<br />b) Ermitteln Sie für Dezember die Art der Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen.<br />c) Welche Ursache könnte eine Kostenunterdeckung bei den Maschinenkosten haben?<br />
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| -| Die folgende Übersicht zeigt die Einteilung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten in fixe und variable Gemeinkosten auf der Grundlage einer Beschäftigung von 150 Laufstunden im Monat:<br />
| Maschinenabh. Fert. GK | gesamt | fix | variabel | variabel pro Stück |
| -| kalk. Afa | 2.000 | 2.000 | - | -
| kalk. Zins | 800 | 800 | - | -
| Energie | 400 | 40 | 360 | 2,40
| Platzkosten | 3.000 | 3.000 | - | -
| Reparatur | 1.250 | 350 | 900 | 6,00
| Werkzeuge | 200 | 200 | - | -
| Betriebsstoffe | 750 | - | 750 | 5,00
| Summen | 8.400 | 6.390 | 2.010 | 13,40
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| -| Bei 150 Laufstunden je Monat ergeben sich fixe maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten von &#8230;<br />Der Maschinenstundensatz beläuft sich also insgesamt auf... <br />**4.** <br />Die Firma &#8222;Bratwurst&#8220; KG unterhält ein computergesteuertes Fertigungszentrum, das Rind- und Schweinefleisch automatisch hackt, würzt und schließlich zu Bratwürsten verarbeitet. Folgende Daten liegen Ihnen aus dem Rechnungswesen vor:<br />* Das Bearbeitungszentrum kostete ursprünglich 82.000 &#8364;, es wird angenommen, dass das Bearbeitungszentrum nach 8 Jahren Nutzungsdauer nur noch mit 5.000 &#8364; verkauft werden kann, ein neues Fertigungszentrum wird voraussichtlich 10 % teurer sein.<br />* Das Wurst-Fertigungszentrum benötigt 26 qm Platz, die Monatsmiete für Ihre Fabrikhalle beträgt 20 &#8364;/qm.<br />* Der Stromverbrauch beträgt 26 kW in der Stunde. Die Kilowatt-Stunde kostet 23 Cent.<br />* Die Wartungs- und Reinigungskosten belaufen sich auf 150 &#8364; im Monat.<br />* Es fallen zudem Hilfslöhne in Höhe von 400 &#8364; je Monat an.<br />* Die sonstigen Gemeinkosten belaufen sich auf 12.000 &#8364; im Jahr.<br />**Ermitteln Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 1.600 Stunden im Jahr. Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwenden Sie einen Zinssatz von 4 %.**<br />
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Revision [30cee22]
Bearbeitet am 2016-02-23 15:50:45 von Jorina Lossau
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| +| Bisher wurden im Rahmen der Zuschlagskalkulation die Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für die Fertigungsgemeinkosten herangezogen. Diese Vorgehensweise unterstellt, dass ein Zusammenhang zwischen Fertigungslöhnen und Fertigungsgemeinkosten besteht.<br />Bei den in der industriellen Produktion wichtigsten Fertigungsgemeinkostenarten existiert der unterstellte Zusammenhang jedoch nicht.<br />Fertigungsgemeinkostenarten, bei denen kein Zusammenhang mit den Fertigungslöhnen besteht:<br />&#8226; Kalkulatorische Abschreibungen<br />&#8226; Kalkulatorische Zinsen<br />&#8226; Energiekosten<br />&#8226; Reparaturkosten<br />&#8226; Wartungskosten<br />Für die Verwendung der Fertigungslöhne als Zuschlagsgrundlage für sämtliche Fertigungsgemeinkostenarten spricht lediglich die einfache Handhabung.<br />Um eine MSSR durchführen zu können, ist es zunächst erforderlich, die Fertigungsgemeinkosten in <br />.....<br />Gemeinkosten (Restgemeinkosten) aufzuspalten:<br />a) Maschinenkosten: direkt maschinenabhängige FGK:z. B. kalk. Abschreibung, kalk. Zinsen<br />b) Rest-FGK: Hilfs-/Betriebsstoffe, Steuern, Versicherungen<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung der Maschinenlaufzeit</span><br />Um zum Maschinenstundensatz zu gelangen, ist es zunächst erforderlich, die jährliche bzw. monatliche Laufzeit einer Maschine zu ermitteln.<br />Maschinenlaufzeit ist diejenige Zeit, in der die Maschine &#8230;&#8230;läuft.<br />Die &#8230; ist diejenige Zeit, in der die Maschine theoretisch laufen könnte, wenn sie ständig in Betrieb wäre.<br />Berechnung der Maschinenzeit:<br />&#8230;..<br />Die Stillstandszeit umfasst:<br />&#8226; Arbeitsfreie Tage im Jahr<br />&#8226; Die Zeiten eines Arbeitstages, an denen nicht gearbeitet wird (Einschichtbetrieb)<br />&#8226; Betriebsbedingte Stillstandszeiten (Instandhaltungszeiten, Betriebsversammlungen, durch Krankheit des Bedienungspersonals bedinge Stillstandszeiten)<br />&#8226; Auftragsbedingte Rüstzeiten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />In einer 40-stündigen Arbeitswoche läuft eine Maschine planmäßig 37,5 Stunden. Die restlichen 2,5 Stunden sind erforderlich, um die Maschine umzurüsten, einzurichten und zu reinigen. 4 Wochen im Jahr kann die Maschine aufgrund von Feiertagen und Urlaub nicht genutzt werden. Die geplante jährliche Nutzung bei Normalbeschäftigung beläuft sich also auf:&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Ermittlung des Maschinenstundensatzes</span><br />Maschinenstundensatz = &#8230;&#8230;&#8230;<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel zur Maschinenstundensatzrechnung:</span><br />Die Anschaffungskosten einer Maschine betragen 100.000 &#8364;, die Nutzungsdauer beträgt 10 Jahre, die kalkulatorische AfA erfolgt linear auf die voraussichtlichen Wiederbeschaffungskosten von 150.000 &#8364;. Die kalkulatorischen Zinsen werden mit 12 % von den Anschaffungskosten berechnet. Die Instandhaltungskosten werden mit 10.000 &#8364; pro Monat veranschlagt, an Platzkosten entstehen monatlich 1.000 &#8364;. Die Grundgebühr für Energiekosten beträgt 100 &#8364; im Monat, der Stromverbrauch der Maschine beträgt 1,25 kWh bei einem Kilowattpreis von 0,20 &#8364;. Die Betriebsstoffkosten betragen 200 &#8364; im Monat.<br />Als Fixkosten gelten:<br />80 % der AfA, 30 % der Instandhaltungskosten, die Grundgebühr, die kalkulatorischen Zinsen und die Platzkosten in voller Höhe.<br />Zu berechnen ist der Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 160 Stunden im Monat.<br />Anmerkung:<br />&#8226; Als Bemessungsgrundlage für die kalkulatorischen Abschreibungen sind die Wiederbeschaffungskosten anzusetzen (Substanzerhaltungsprinzip)<br />&#8226; Beachten Sie, dass die kalkulatorischen Zinsen auf die halben AK berechnet werden (Durchschnittswertmethode).<br />
| | gesamt | fix | variabel |
| +| kalk. AfA | |
| kalk. Zinsen | |
| Instandhaltung | |
| Platzkosten | |
| Grundgebühr | |
| Variable Energiekosten | |
| Betriebsstoffe | |
| Summe | |
| |
| +| variable Kosten pro MSS = &#8230;&#8230;<br />fixe Kosten pro MSS = &#8230;...<br />insgesamt = &#8230;&#8230;..<br />Bei Umstellung auf Zweischichtbetrieb bei einer Maschinenlaufzeit von 320 Std. im Monat ergibt sich ein neuer Maschinenstundensatz von:<br />MSS = &#8230;&#8230;.<br />Werden auf einer Maschine nun &#8230;&#8230;&#8230; Produkte hergestellt, so ist bei der Kalkulation dieser Produkte die jeweils von ihnen benötigte Maschinenlaufzeit zu berücksichtigen.<br />Benötigt das Produkt X die Maschine nur 30 Minuten während das Produkt Y 1 Std. Maschinenlaufzeit belegt, so werden bei der Kalkulation von X lediglich &#8230;&#8230;&#8230; des MSS und bei Produkt Y &#8230;&#8230;&#8230; angesetzt.<br /><span style="text-decoration:underline;">Maschinenkosten im Kalkulationsschema</span><br />Im Kalkulationsschema ergeben sich bei Kalkulation mit Maschinenstundensätzen folgende Änderungen (Beispiel mit zwei Maschinen):<br />Materialeinzelkosten<br />+ Materialgemeinkosten<br />+ Fertigungseinzelkosten<br />+ Fertigungsgemeinkosten I (nur Restgemeinkosten)<br />+ Maschinenkosten der Maschine A<br />+ Maschinenkosten der Maschine B<br />= Herstellkosten<br />+ Verwaltungsgemeinkosten<br />+ Vertriebsgemeinkosten<br />= Selbstkosten<br /><span style="text-decoration:underline;">Beispiel:</span><br />1. <br />Die Kosten- und Leistungsrechnung hat für das Erzeugnis X im Monat Dezember folgende Werte ermittelt:<br />Verrechnete Maschinenkosten: 40.940<br />Fertigungslöhne: 16.000<br />Sondereinzelkosten des Vertriebs: 2.160<br />Normal-Herstellungskosten der Abrechnungsperiode: 163.340<br />Normal-Selbstkosten des Umsatzes: 212.760<br />Bestandsmehrung FE: 3.000<br />Normalzuschlagsätze:<br />Material: 15%<br />Fertigung: Rest-FGK 90 %<br />Verwaltung/Vertrieb: 30%<br />a) Berechnen Sie den Verbrauch an Fertigungsmaterial im Dezember.<br />b) Ermitteln Sie für Dezember die Art der Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen.<br />c) Welche Ursache könnte eine Kostenunterdeckung bei den Maschinenkosten haben?<br />
| Bei 150 Laufstunden je Monat ergeben sich fixe maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten von &#8230;<br />Der Maschinenstundensatz beläuft sich also insgesamt auf... <br />**4.** <br />Die Firma &#8222;Bratwurst&#8220; KG unterhält ein computergesteuertes Fertigungszentrum, das Rind- und Schweinefleisch automatisch hackt, würzt und schließlich zu Bratwürsten verarbeitet. Folgende Daten liegen Ihnen aus dem Rechnungswesen vor:<br />* Das Bearbeitungszentrum kostete ursprünglich 82.000 &#8364;, es wird angenommen, dass das Bearbeitungszentrum nach 8 Jahren Nutzungsdauer nur noch mit 5.000 &#8364; verkauft werden kann, ein neues Fertigungszentrum wird voraussichtlich 10 % teurer sein.<br />* Das Wurst-Fertigungszentrum benötigt 26 qm Platz, die Monatsmiete für Ihre Fabrikhalle beträgt 20 &#8364;/qm.<br />* Der Stromverbrauch beträgt 26 kW in der Stunde. Die Kilowatt-Stunde kostet 23 Cent.<br />* Die Wartungs- und Reinigungskosten belaufen sich auf 150 &#8364; im Monat.<br />* Es fallen zudem Hilfslöhne in Höhe von 400 &#8364; je Monat an.<br />* Die sonstigen Gemeinkosten belaufen sich auf 12.000 &#8364; im Jahr.<br />**Ermitteln Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 1.600 Stunden im Jahr. Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwenden Sie einen Zinssatz von 4 %.**<br />
| **[PDF Dokument Aufgaben Teil 1](/files/Maschinenstundensatzrechnung/AufgabenMSS1.pdf)** |
| +| **[PDF Dokument Aufgaben Teil 2](/files/Maschinenstundensatzrechnung/AufgabenMSS2.pdf)**
DELETIONS
| Bei 150 Laufstunden je Monat ergeben sich fixe maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten von &#8230;<br />Der Maschinenstundensatz beläuft sich also insgesamt auf... <br />**4.** <br />Die Firma &#8222;Bratwurst&#8220; KG unterhält ein computergesteuertes Fertigungszentrum, das Rind- und Schweinefleisch automatisch hackt, würzt und schließlich zu Bratwürsten verarbeitet. Folgende Daten liegen Ihnen aus dem Rechnungswesen vor:<br />* Das Bearbeitungszentrum kostete ursprünglich 82.000 &#8364;, es wird angenommen, dass das Bearbeitungszentrum nach 8 Jahren Nutzungsdauer nur noch mit 5.000 &#8364; verkauft werden kann, ein neues Fertigungszentrum wird voraussichtlich 10 % teurer sein.<br />* Das Wurst-Fertigungszentrum benötigt 26 qm Platz, die Monatsmiete für Ihre Fabrikhalle beträgt 20 &#8364;/qm.<br />* Der Stromverbrauch beträgt 26 kW in der Stunde. Die Kilowatt-Stunde kostet 23 Cent.<br />* Die Wartungs- und Reinigungskosten belaufen sich auf 150 &#8364; im Monat.<br />* Es fallen zudem Hilfslöhne in Höhe von 400 &#8364; je Monat an.<br />* Die sonstigen Gemeinkosten belaufen sich auf 12.000 &#8364; im Jahr.<br />Ermitteln Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 1.600 Stunden im Jahr. Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwenden Sie einen Zinssatz von 4 %.<br />
Revision [eed389b]
Bearbeitet am 2016-01-30 07:31:59 von Jorina Lossau
ADDITIONS
| Die folgende Übersicht zeigt die Einteilung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten in fixe und variable Gemeinkosten auf der Grundlage einer Beschäftigung von 150 Laufstunden im Monat:<br />
| Maschinenabh. Fert. GK | gesamt | fix | variabel | variabel pro Stück |
| +| kalk. Afa | 2.000 | 2.000 | - | -
| kalk. Zins | 800 | 800 | - | -
| Energie | 400 | 40 | 360 | 2,40
| Platzkosten | 3.000 | 3.000 | - | -
| Reparatur | 1.250 | 350 | 900 | 6,00
| Werkzeuge | 200 | 200 | - | -
| Betriebsstoffe | 750 | - | 750 | 5,00
| Summen | 8.400 | 6.390 | 2.010 | 13,40
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| +| Bei 150 Laufstunden je Monat ergeben sich fixe maschinenabhängige Fertigungsgemeinkosten von &#8230;<br />Der Maschinenstundensatz beläuft sich also insgesamt auf... <br />**4.** <br />Die Firma &#8222;Bratwurst&#8220; KG unterhält ein computergesteuertes Fertigungszentrum, das Rind- und Schweinefleisch automatisch hackt, würzt und schließlich zu Bratwürsten verarbeitet. Folgende Daten liegen Ihnen aus dem Rechnungswesen vor:<br />* Das Bearbeitungszentrum kostete ursprünglich 82.000 &#8364;, es wird angenommen, dass das Bearbeitungszentrum nach 8 Jahren Nutzungsdauer nur noch mit 5.000 &#8364; verkauft werden kann, ein neues Fertigungszentrum wird voraussichtlich 10 % teurer sein.<br />* Das Wurst-Fertigungszentrum benötigt 26 qm Platz, die Monatsmiete für Ihre Fabrikhalle beträgt 20 &#8364;/qm.<br />* Der Stromverbrauch beträgt 26 kW in der Stunde. Die Kilowatt-Stunde kostet 23 Cent.<br />* Die Wartungs- und Reinigungskosten belaufen sich auf 150 &#8364; im Monat.<br />* Es fallen zudem Hilfslöhne in Höhe von 400 &#8364; je Monat an.<br />* Die sonstigen Gemeinkosten belaufen sich auf 12.000 &#8364; im Jahr.<br />Ermitteln Sie den Maschinenstundensatz bei einer Laufzeit von 1.600 Stunden im Jahr. Zur Ermittlung der kalkulatorischen Zinsen verwenden Sie einen Zinssatz von 4 %.<br />
DELETIONS
| Die folgende Übersicht zeigt die Einteilung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten in fixe und variable Gemeinkosten auf der Grundlage einer Beschäftigung von 150 Laufstunden im Monat:<br /> <br />
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Revision [7746a02]
Bearbeitet am 2016-01-28 08:00:14 von Jorina Lossau
ADDITIONS
### Tutorium Kostenrechnung
#### Maschinenstundensatzrechnung
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| +| Die folgende Übersicht zeigt die Einteilung der maschinenabhängigen Fertigungsgemeinkosten in fixe und variable Gemeinkosten auf der Grundlage einer Beschäftigung von 150 Laufstunden im Monat:<br /> <br />
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DELETIONS
Hier findet ihr die Unterlagen zum Tutorium zur Maschinenstundensatzrechnung.
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Revision [d11703c]
Die älteste bekannte Version dieser Seite wurde von JulianHölzer am 2013-12-06 16:41:00 erstellt
ADDITIONS
Hier findet ihr die Unterlagen zum Tutorium zur Maschinenstundensatzrechnung.
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