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Letzte Änderung am 2020-06-26 20:22:28 durch Oksana Neopagitova
ADDITIONS
### Regelenergie
DELETIONS
# Regelenergie
Revision [bfa1419]
Bearbeitet am 2019-11-15 22:29:48 von FeRo
ADDITIONS
# Regelenergie

Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt, vor allem durch den vermehrten Einsatz von Wind- und Sonnenenergie, isnb. aufgrund deren Wetterabhängigkeit und vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Versorgungssicherheit hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:

>>* Was ist Regelenergie und welche Bedeutung hat diese,
>>* Welche Arten werden unterschieden,
>>* Wie kann Regelenergie beschafft werden und welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei zu beachten und
>>* Wie kann Regelenergie bereitgestellt werden und welche Formen werden bei der Verwendung unterschieden?


**A. Begriff und Bedeutung**

Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Eine weitere ähnliche Begriffsbestimmung ist im KEMA Gutachten enthalten. Demnach ist das diejenige Energie, welche aus dem Einsatz bzw. der Verwendung von [Ausgleichsleistungen](EnRAusgleichsleistung) zum **physikalischen** Ausgleich des Netzes eines Marktgebietes ´während des laufenden Betriebs folgt.

Sinn und Zweck von Regelenergie besteht darin, die nach der Saldierung der Bilanzkreise noch vorhandenen Unterchiede innerhalb der Regelzone zu beseitigen. (sog. **Fahrplanabweichungen**).

Dabei können sämtliche Regelzone z. B. 100 bis 150 Bilanzkreise umfassen. Deren Ausgleichsbedarf, wird in bilanzieller Hinsicht [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) genannt.
Demnach kann jene dann notwendig sein, wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Ein solcher Fall ist vor allem im Bereich der Windenergie denkbar, wenn die Windäder keinen Strom erzeugen. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet. Diese ist nicht der Zwangsabregelung von Stromerzeugern im Rahmen des [Einspeisemanagements](EnREinspeisemanagement) gleichzusetzen.

**B. Arten**

Folgende Arten lassen sich unterscheiden:


| Art/Merkmal | Primärrgelung | Sekundärregelung | Minutenreserve |
| +| Begriff | Primärregelung ist nach [**§ 2 Nr. 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Nach [**§ 2 Nr. 10 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) ist Sekundärregelung die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem. [**§ 2 Nr. 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenergieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Einsatz zur Sekundenregelung
| Bereitstellung | innerhalb von 30 Sekunden | im Zeitraum von 15 Minuten | im Zeitraum von mind. 15 Minuten
| Häufigkeit der Bereitstellung mittels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Abständen



Andere Regelenergiearten werden von den [Übertragungsnetzbetreibern](EnRUebertragungsnetz) **nicht** verwendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die [Bilanzkreisverantwortlichen](EnRBilanzkreisverantwortlicher) verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hierzu wird die sog. **Stundenreserve** verwendet. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammenschließen.

Zu unterscheiden ist der Fall, wenn diese drei Regelenergietypen nicht genügen bzw. nicht genutzt werden können. In diesem Fall können die Übertragungsnetzbetreiber zur Beibehaltung der Systemsicherheit im Rahmen von [**§ 13 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13.html) die **Notreserve** beanspruchen. Hierbei erfolgt keine Zusammenfassung der Notreserve. Diese stellt vielmehr eine Erwartung des systemverantwortlichen Netzbetreibers an diejenigen Kraftwerke dar, welche die notwendige Energie zur Verhinderung bzw. Abwehr von Netzengpässen zur Verfügung zu stellen haben.

**C. Beschaffung von Regelenergie**

Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind im Strombereich auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV und im Gasbereich die §§ 27 ff. GasNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten. Grundlage für diese bildet [**§ 27 Abs. 1 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__27.html).

**1. Allgemeine Vorgaben**

Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Mittels der hiermit zu erreichenden regelzonenübergreifenden Ausschreibung wird die wettbewerbsschwächende Wirkung der jeweiligen Monopole der ÜNB innerhalb ihrer Regelzonen vermindert. Das Verfahren muss **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen.
Zudem müssen die Übertragungsnetzbetreiber nach [**§ 22 Abs. 2 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) eine Internetplattform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammen - Arbeitsvertrag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht gegenüber der BNetzA ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.

Link zum Portal: [Ausschreibung zur Regelleistung/Regelenergie](https://www.regelleistung.net/ext/)

[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der [Ausgleichsleistung](EnRAusgleichsleistung) sowie jene für die [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) verlangten Entgelte. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.

Zwar differenziert [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) zwischen den von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelte. Doch unterliegen diese demselben Anforderungen. Demnach müssen diese **sachlich gerechtfertigt,** **transparent** und **diskriminierungsfrei** sein.

**a. Sachlich gerechtfertigt**

Aus Sicht der sachlichen Rechtfertigung ist es notwendig nur die Regel-/Ausgleichsenergie bereit zu halten, welche tatsächlich gebraucht wird.

**b. transparent**

Die Notwendigkeit der Transparenz ist dann gewahrt, wenn alle Netznutzer von den durch die Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten Kenntnis nehmen können. D.h. diese wurden "offengelegt".

**c. diskriminierungsfrei**

Als diskriminierungsfrei werden die von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten dann angesehen, wenn alle gleich behandelt werden und keine sachlich nicht gerechtfertigte Bedingung gestellt werden, welche eine Schlechterbehandlung eines Netznutzers zur Folge hat. Auch hier gilt das Prinzip, Interne gleich externe.

Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung gem. [**§ 21 Abs. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__21.html) kostenorientiert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.

**2. Konkretisierung durch die StromNZV**

Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich** die Übertragungsnetzbetreiber. [**§ 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__6.html) konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus [**§ 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__8.html). Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode** verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**.

[**§ 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__9.html) normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.

**3. Ergänzung durch die Festlegung**

In dieser Festlegung erklärt die BNetzA, dass der für ein Marktgebiet verantwortliche Bilanzkreisnetzbetreiber diese beschaffen muss. Dabei ist Bilanzkreisnetzbetreiber jeder marktgebietsübergreifender Netzbetreiber oder Dritte, welcher Vertragspartner eines Bilanzkreisvertrages sein kann. Mit Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang gemäß der Zusammenarbeitsvereinbaung eine Verbindung von über Netzkopplungspunkten mit einander verbundene Teilnetze gemeint. Innerhalb dieser ist es einem Transportkunden möglich reservierte Kapazitäten an Einspeisepunkte und Ausspeisepunkte bedarfsgerecht zu nutzen.
In Marktgebieten, welche von etlichen Fenleitungsnetzbetreiber entfaltet, ist die Beschaffung und die Verwendung von Regelenergie zu bündeln. In einem solchen Fall ist es möglich die Beschaffung und die Verwendung von einem involvierten Netzbetreiber, einer gemeinsamen Gesellschaft oder jeden unabhängigen Dritten übernehmen zu lassen.

**D. Bereitstellung und Verwendung von Regelenergie**

Die Bereitstellung kann auf ganz verschiedenen Wegen erfolgen. So z.B. durch:

>>* Speicher- sowie Pumpspeicherkraftwerke
>>* Gasturbinen
>>* Blockheizkraftweke
>>* große, thermische Kraftwerke

Hierbei erklärt sich der Anlagenbetreiber bereit in Notsituationen die Leistung seiner Anlage zu erhöhen oder zu vermindern. Schon hierfür erhält dieser eine Vorhaltegebühr, den [Leistungspreis](EnRLeistungspreis). Kommt es aufgrund der zuvor durchzuführenden Ausschreibung zum Abrufen, erhält der Betreiber einen zusätzliche Abrufgebühr, den [Arbeitspreis](EnRArbeitspreis).

Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss nach [**§ 27 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__27.html) zwischen **interner** und **externer** Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie das Ziel verfolgt wird, den Gebrauch von externer Regelenergie zu unterbinden oder zu reduzieren.

Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber bzw. Marktgebietsverantwortlichen erfolgt, muss dieser das Beschaffungsverfahren vereinheitlichen. Dies ergibt sich aus [**§ 28 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__28.html). Dies kann zum Beispiel durch die bestimmung von Mindesthöhen der Angebote erfolgen. Hierbei entsteht allerdings zwischen dem Ziel einen möglichst großen Wettbewerbs am Regelenergiemarkt und der Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein spannungsverhältnis. um dieses zu entlasten ist es kleinen Anbietern erlaubt sich zu einer größeren Gruppe zusammenzuschließen damit diese die Mindestangebothöhe erreichen.

**E. Abgrenzung: [Verlustenergie](EnRVerlustenergie)**
***
**Quellen:**
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 13 - 16, 30 -32, 39, 41, 51.](BerlinerKommEnergierecht); [BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 23, Rn. 1ff..](BerlinerKommEnergierecht)
[König/Kühling/Rasbach, Energierecht, Kap. 3, Rn. 83 - 87.](KoenigEnergieR)
Danner/Theobald/Lüdtke-Handjery StromNZV §§ 8, 9 Rn. 1.
[Ein Strommarkt
für die Energiewende Diskussionspapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Grünbuch), S. 22](http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenbuch-gesamt,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf)
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie
[Nr. 3.1 und 3.2 der Anlage 2 des Beschlusses der BNetzA v. 28.05.2008](http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/index.php?lr=view_bk_overview&getfile=1&file=1372)
[R. Paschotta, Artikel 'Regelenergie' im RP-Energie-Lexikon, aufgerufen 2015-04-08](https://www.energie-lexikon.info/regelenergie.html)
[de Wyl/Thole/Bartsch, in: Schneider/Theobald, Recht der Energiewirtschaft, § 16, 473.](SchneiderTheobaldRechtDerEnergiewirtschaft)
Britz/Herzmann, in: Britz/Hellermann/Hermes, Energiewirtschaftsgesetz, EnWG, § 22, Rn. 3, 8, 10, 12, 13.
DELETIONS
# Regelenergie
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt, vor allem durch den vermehrten Einsatz von Wind- und Sonnenenergie, isnb. aufgrund deren Wetterabhängigkeit und vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Versorgungssicherheit hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Was ist Regelenergie und welche Bedeutung hat diese,
>>* Welche Arten werden unterschieden,
>>* Wie kann Regelenergie beschafft werden und welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei zu beachten und
>>* Wie kann Regelenergie bereitgestellt werden und welche Formen werden bei der Verwendung unterschieden?
**A. Begriff und Bedeutung**
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Eine weitere ähnliche Begriffsbestimmung ist im KEMA Gutachten enthalten. Demnach ist das diejenige Energie, welche aus dem Einsatz bzw. der Verwendung von [Ausgleichsleistungen](EnRAusgleichsleistung) zum **physikalischen**Ausgleich des Netzes eines Marktgebietes ´während des laufenden Betriebs folgt.
Sinn und Zweck von Regelenergie besteht darin, die nach der Saldierung der Bilanzkreise noch vorhandenen Unterchiede innerhalb der Regelzone zu beseitigen. (sog. **Fahrplanabweichungen**).
Dabei können sämtliche Regelzone z. B. 100 bis 150 Bilanzkreise umfassen. Deren Ausgleichsbedarf, wird in bilanzieller Hinsicht [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) genannt.
Demnach kann jene dann notwendig sein, wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Ein solcher Fall ist vor allem im Bereich der Windenergie denkbar, wenn die Windäder keinen Strom erzeugen. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet. Diese ist nicht der Zwangsabregelung von Stromerzeugern im Rahmen des [Einspeisemanagements](EnREinspeisemanagement) gleichzusetzen.
**B. Arten**
Folgende Arten lassen sich unterscheiden:
| Art/Merkmal | Primärrgelung | Sekundärregelung | Minutenreserve |
| -| Begriff | Primärregelung ist nach [**§ 2 Nr. 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Nach [**§ 2 Nr. 10 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) ist Sekundärregelung die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem. [**§ 2 Nr. 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenergieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Einsatz zur Sekundenregelung
| Bereitstellung | innerhalb von 30 Sekunden | im Zeitraum von 15 Minuten | im Zeitraum von mind. 15 Minuten
| Häufigkeit der Bereitstellung mittels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Abständen
Andere Regelenergiearten werden von den [Übertragungsnetzbetreibern](EnRUebertragungsnetz) **nicht**verwendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die [Bilanzkreisverantwortlichen](EnRBilanzkreisverantwortlicher) verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hierzu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammenschließen.
Zu unterscheiden ist der Fall, wenn diese drei Regelenergietypen nicht genügen bzw. nicht genutzt werden können. In diesem Fall können die Übertragungsnetzbetreiber zur Beibehaltung der Systemsicherheit im Rahmen von [**§ 13 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13.html) die **Notreserve**beanspruchen. Hierbei erfolgt keine Zusammenfassung der Notreserve. Diese stellt vielmehr eine Erwartung des systemverantwortlichen Netzbetreibers an diejenigen Kraftwerke dar, welche die notwendige Energie zur Verhinderung bzw. Abwehr von Netzengpässen zur Verfügung zu stellen haben.
**C. Beschaffung von Regelenergie**
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind im Strombereich auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV und im Gasbereich die §§ 27 ff. GasNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten. Grundlage für diese bildet [**§ 27 Abs. 1 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__27.html).
**1. Allgemeine Vorgaben**
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Mittels der hiermit zu erreichenden regelzonenübergreifenden Ausschreibung wird die wettbewerbsschwächende Wirkung der jeweiligen Monopole der ÜNB innerhalb ihrer Regelzonen vermindert. Das Verfahren muss **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen.
Zudem müssen die Übertragungsnetzbetreiber nach [**§ 22 Abs. 2 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) eine Internetplattform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammen - Arbeitsvertrag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht gegenüber der BNetzA ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
Link zum Portal: [Ausschreibung zur Regelleistung/Regelenergie](https://www.regelleistung.net/ext/)
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der [Ausgleichsleistung](EnRAusgleichsleistung) sowie jene für die [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) verlangten Entgelte. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Zwar differenziert [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) zwischen den von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelte. Doch unterliegen diese demselben Anforderungen. Demnach müssen diese **sachlich gerechtfertigt,** **transparent** und **diskriminierungsfrei**sein.
**a. Sachlich gerechtfertigt**
Aus Sicht der sachlichen Rechtfertigung ist es notwendig nur die Regel-/Ausgleichsenergie bereit zu halten, welche tatsächlich gebraucht wird.
**b. transparent**
Die Notwendigkeit der Transparenz ist dann gewahrt, wenn alle Netznutzer von den durch die Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten Kenntnis nehmen können. D.h. diese wurden "offengelegt".
**c. diskriminierungsfrei**
Als diskriminierungsfrei werden die von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten dann angesehen, wenn alle gleich behandelt werden und keine sachlich nicht gerechtfertigte Bedingung gestellt werden, welche eine Schlechterbehandlung eines Netznutzers zur Folge hat. Auch hier gilt das Prinzip, Interne gleich externe.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung gem. [**§ 21 Abs. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__21.html) kostenorientiert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
**2. Konkretisierung durch die StromNZV**
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. [**§ 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__6.html) konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus [**§ 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__8.html). Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**.
[**§ 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__9.html) normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
**3. Ergänzung durch die Festlegung**
In dieser Festlegung erklärt die BNetzA, dass der für ein Marktgebiet verantwortliche Bilanzkreisnetzbetreiber diese beschaffen muss. Dabei ist Bilanzkreisnetzbetreiber jeder marktgebietsübergreifender Netzbetreiber oder Dritte, welcher Vertragspartner eines Bilanzkreisvertrages sein kann. Mit Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang gemäß der Zusammenarbeitsvereinbaung eine Verbindung von über Netzkopplungspunkten mit einander verbundene Teilnetze gemeint. Innerhalb dieser ist es einem Transportkunden möglich reservierte Kapazitäten an Einspeisepunkte und Ausspeisepunkte bedarfsgerecht zu nutzen.
In Marktgebieten, welche von etlichen Fenleitungsnetzbetreiber entfaltet, ist die Beschaffung und die Verwendung von Regelenergie zu bündeln. In einem solchen Fall ist es möglich die Beschaffung und die Verwendung von einem involvierten Netzbetreiber, einer gemeinsamen Gesellschaft oder jeden unabhängigen Dritten übernehmen zu lassen.
**D. Bereitstellung und Verwendung von Regelenergie**
Die Bereitstellung kann auf ganz verschiedenen Wegen erfolgen. So z.B. durch:
>>* Speicher- sowie Pumpspeicherkraftwerke
>>* Gasturbinen
>>* Blockheizkraftweke
>>* große, thermische Kraftwerke
Hierbei erklärt sich der Anlagenbetreiber bereit in Notsituationen die Leistung seiner Anlage zu erhöhen oder zu vermindern. Schon hierfür erhält dieser eine Vorhaltegebühr, den [Leistungspreis](EnRLeistungspreis). Kommt es aufgrund der zuvor durchzuführenden Ausschreibung zum Abrufen, erhält der Betreiber einen zusätzliche Abrufgebühr, den [Arbeitspreis](EnRArbeitspreis).
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss nach [**§ 27 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__27.html) zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie das Ziel verfolgt wird, den Gebrauch von externer Regelenergie zu unterbinden oder zu reduzieren.
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber bzw. Marktgebietsverantwortlichen erfolgt, muss dieser das Beschaffungsverfahren vereinheitlichen. Dies ergibt sich aus [**§ 28 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__28.html). Dies kann zum Beispiel durch die bestimmung von Mindesthöhen der Angebote erfolgen. Hierbei entsteht allerdings zwischen dem Ziel einen möglichst großen Wettbewerbs am Regelenergiemarkt und der Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein spannungsverhältnis. um dieses zu entlasten ist es kleinen Anbietern erlaubt sich zu einer größeren Gruppe zusammenzuschließen damit diese die Mindestangebothöhe erreichen.
**E. Abgrenzung: [Verlustenergie](EnRVerlustenergie)**
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**Quellen:**
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 13 - 16, 30 -32, 39, 41, 51.](BerlinerKommEnergierecht); [BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 23, Rn. 1ff..](BerlinerKommEnergierecht)
[König/Kühling/Rasbach, Energierecht, Kap. 3, Rn. 83 - 87.](KoenigEnergieR)
Danner/Theobald/Lüdtke-Handjery StromNZV §§ 8, 9 Rn. 1.
[Ein Strommarkt
für die Energiewende Diskussionspapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Grünbuch), S. 22](http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenbuch-gesamt,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf)
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie
[Nr. 3.1 und 3.2 der Anlage 2 des Beschlusses der BNetzA v. 28.05.2008](http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/index.php?lr=view_bk_overview&getfile=1&file=1372)
[R. Paschotta, Artikel 'Regelenergie' im RP-Energie-Lexikon, aufgerufen 2015-04-08](https://www.energie-lexikon.info/regelenergie.html)
[de Wyl/Thole/Bartsch, in: Schneider/Theobald, Recht der Energiewirtschaft, § 16, 473.](SchneiderTheobaldRechtDerEnergiewirtschaft)
Britz/Herzmann, in: Britz/Hellermann/Hermes, Energiewirtschaftsgesetz, EnWG, § 22, Rn. 3, 8, 10, 12, 13.
***
CategoryEnergierechtLexikon
Revision [87fd26e]
Bearbeitet am 2016-10-22 16:38:23 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Link zum Portal: [Ausschreibung zur Regelleistung/Regelenergie](https://www.regelleistung.net/ext/)
DELETIONS
Link zum Portal: [Ausschreibung zur Regelleistung/Regelenergie](https://www.regelleistung.net/ip/action/index)
Revision [824f879]
Bearbeitet am 2015-04-17 11:06:05 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Mittels der hiermit zu erreichenden regelzonenübergreifenden Ausschreibung wird die wettbewerbsschwächende Wirkung der jeweiligen Monopole der ÜNB innerhalb ihrer Regelzonen vermindert. Das Verfahren muss **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen.
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss nach [**§ 27 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__27.html) zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie das Ziel verfolgt wird, den Gebrauch von externer Regelenergie zu unterbinden oder zu reduzieren.
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber bzw. Marktgebietsverantwortlichen erfolgt, muss dieser das Beschaffungsverfahren vereinheitlichen. Dies ergibt sich aus [**§ 28 GasNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/gasnzv_2010/__28.html). Dies kann zum Beispiel durch die bestimmung von Mindesthöhen der Angebote erfolgen. Hierbei entsteht allerdings zwischen dem Ziel einen möglichst großen Wettbewerbs am Regelenergiemarkt und der Sicherstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein spannungsverhältnis. um dieses zu entlasten ist es kleinen Anbietern erlaubt sich zu einer größeren Gruppe zusammenzuschließen damit diese die Mindestangebothöhe erreichen.
Britz/Herzmann, in: Britz/Hellermann/Hermes, Energiewirtschaftsgesetz, EnWG, § 22, Rn. 3, 8, 10, 12, 13.
DELETIONS
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen.
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie das Ziel verfolgt wird, den Gebrauch von externer Regelenergie zu unterbinden oder zu reduzieren.
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber erfolgt, muss dieser die externe Regelenergie in einem einvernehmlichen Verfahren beschaffen.
Revision [78637b5]
Bearbeitet am 2015-04-15 20:35:40 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Eine weitere ähnliche Begriffsbestimmung ist im KEMA Gutachten enthalten. Demnach ist das diejenige Energie, welche aus dem Einsatz bzw. der Verwendung von [Ausgleichsleistungen](EnRAusgleichsleistung) zum **physikalischen**Ausgleich des Netzes eines Marktgebietes ´während des laufenden Betriebs folgt.
Sinn und Zweck von Regelenergie besteht darin, die nach der Saldierung der Bilanzkreise noch vorhandenen Unterchiede innerhalb der Regelzone zu beseitigen. (sog. **Fahrplanabweichungen**).
[de Wyl/Thole/Bartsch, in: Schneider/Theobald, Recht der Energiewirtschaft, § 16, 473.](SchneiderTheobaldRechtDerEnergiewirtschaft)
DELETIONS
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Sinn und Zweck von Regelenergie besteht darin, die nach der Saldierung der Bilanzkreise noch vorhandenen Unterchiede innerhalb der Regelzone **physikalisch**zu beseitigen. (sog. **Fahrplanabweichungen**).
Revision [bc054e6]
Bearbeitet am 2015-04-14 14:35:20 von AnnegretMordhorst
DELETIONS
_in Arbeit_
Revision [6d23581]
Bearbeitet am 2015-04-13 16:49:43 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie das Ziel verfolgt wird, den Gebrauch von externer Regelenergie zu unterbinden oder zu reduzieren.
DELETIONS
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie der Gebrauch von externer Regelenergie verhindert oder ~~vermindert~~werden soll.
Revision [3fba321]
Bearbeitet am 2015-04-10 10:10:58 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Sinn und Zweck von Regelenergie besteht darin, die nach der Saldierung der Bilanzkreise noch vorhandenen Unterchiede innerhalb der Regelzone **physikalisch**zu beseitigen. (sog. **Fahrplanabweichungen**).
Dabei können sämtliche Regelzone z. B. 100 bis 150 Bilanzkreise umfassen. Deren Ausgleichsbedarf, wird in bilanzieller Hinsicht [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) genannt.
DELETIONS
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Dabei umfassen alle Regelzone z. B. 100 bis 150 Bilanzkreise, deren Ausgleichsbedarf, [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) genannt wird.
Regelenergie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten (sog. **Fahrplanabweichungen**).
Revision [31637d5]
Bearbeitet am 2015-04-08 20:27:58 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Als Regelenergie wird gem. [**§ 2 Nr. 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Dabei umfassen alle Regelzone z. B. 100 bis 150 Bilanzkreise, deren Ausgleichsbedarf, [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) genannt wird.
Regelenergie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten (sog. **Fahrplanabweichungen**).
| Begriff | Primärregelung ist nach [**§ 2 Nr. 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Nach [**§ 2 Nr. 10 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) ist Sekundärregelung die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem. [**§ 2 Nr. 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__2.html) um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind im Strombereich auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV und im Gasbereich die §§ 27 ff. GasNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten. Grundlage für diese bildet [**§ 27 Abs. 1 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__27.html).
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. [**§ 6 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__6.html) konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus [**§ 8 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__8.html). Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**.
[**§ 9 StromNZV**](http://www.gesetze-im-internet.de/stromnzv/__9.html) normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
Die Bereitstellung kann auf ganz verschiedenen Wegen erfolgen. So z.B. durch:
>>* Speicher- sowie Pumpspeicherkraftwerke
>>* Gasturbinen
>>* Blockheizkraftweke
>>* große, thermische Kraftwerke
Hierbei erklärt sich der Anlagenbetreiber bereit in Notsituationen die Leistung seiner Anlage zu erhöhen oder zu vermindern. Schon hierfür erhält dieser eine Vorhaltegebühr, den [Leistungspreis](EnRLeistungspreis). Kommt es aufgrund der zuvor durchzuführenden Ausschreibung zum Abrufen, erhält der Betreiber einen zusätzliche Abrufgebühr, den [Arbeitspreis](EnRArbeitspreis).
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie der Gebrauch von externer Regelenergie verhindert oder ~~vermindert~~werden soll.
**E. Abgrenzung: [Verlustenergie](EnRVerlustenergie)**
[R. Paschotta, Artikel 'Regelenergie' im RP-Energie-Lexikon, aufgerufen 2015-04-08](https://www.energie-lexikon.info/regelenergie.html)
DELETIONS
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten (sog. **Fahrplanabweichungen**).
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Nach § 2 Nr. 10 StromNZV ist Sekundärregelung die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem. § 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten. Grundlage für diese bildet § 27 Abs. 1 Nr. 1 - 3 StromNZV.
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus § 8 StromNZV. Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**.
§ 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie der Gebrauch von externer Regelenergie verhindert oder gemeindert werden soll.
**E. Abgrenzung zur [Verlustenergie](EnRVerlustenergie)**
Revision [0aeba19]
Bearbeitet am 2015-04-07 18:53:33 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
_in Arbeit_
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt, vor allem durch den vermehrten Einsatz von Wind- und Sonnenenergie, isnb. aufgrund deren Wetterabhängigkeit und vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Versorgungssicherheit hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Wie kann Regelenergie bereitgestellt werden und welche Formen werden bei der Verwendung unterschieden?
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen [Regelzone](EnRRegelzone) eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten (sog. **Fahrplanabweichungen**).
Demnach kann jene dann notwendig sein, wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Ein solcher Fall ist vor allem im Bereich der Windenergie denkbar, wenn die Windäder keinen Strom erzeugen. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet. Diese ist nicht der Zwangsabregelung von Stromerzeugern im Rahmen des [Einspeisemanagements](EnREinspeisemanagement) gleichzusetzen.
| Häufigkeit der Bereitstellung mittels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Abständen
Andere Regelenergiearten werden von den [Übertragungsnetzbetreibern](EnRUebertragungsnetz) **nicht**verwendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die [Bilanzkreisverantwortlichen](EnRBilanzkreisverantwortlicher) verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hierzu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammenschließen.
Zu unterscheiden ist der Fall, wenn diese drei Regelenergietypen nicht genügen bzw. nicht genutzt werden können. In diesem Fall können die Übertragungsnetzbetreiber zur Beibehaltung der Systemsicherheit im Rahmen von [**§ 13 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13.html) die **Notreserve**beanspruchen. Hierbei erfolgt keine Zusammenfassung der Notreserve. Diese stellt vielmehr eine Erwartung des systemverantwortlichen Netzbetreibers an diejenigen Kraftwerke dar, welche die notwendige Energie zur Verhinderung bzw. Abwehr von Netzengpässen zur Verfügung zu stellen haben.
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten. Grundlage für diese bildet § 27 Abs. 1 Nr. 1 - 3 StromNZV.
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der [Ausgleichsleistung](EnRAusgleichsleistung) sowie jene für die [Ausgleichsenergie](EnRAusgleichsenergie) verlangten Entgelte. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung gem. [**§ 21 Abs. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__21.html) kostenorientiert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
**D. Bereitstellung und Verwendung von Regelenergie**
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber erfolgt, muss dieser die externe Regelenergie in einem einvernehmlichen Verfahren beschaffen.
**E. Abgrenzung zur [Verlustenergie](EnRVerlustenergie)**
DELETIONS
## Sonderform der Ausgleichsenergie
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt und vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Versorgungssicherheit hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Welche Formen werden bei der Verwendung unterschieden?
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten. Diese wird auch Regelleistung genannt.
Jene kann dann notwendig sein, wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet.
| Häufigkeit der Bereitstellung mittels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Blöcken
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber **nicht**angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammen zu schließen.
Hiervon zu unterscheiden ist der Fall, wenn diese drei Regelenergietypen nicht genügen bzw. nicht genutzt werden können. In diesem Fall können die Übertragungsnetzbetreiber zur Beibehaltung der Systemsicherheit im Rahmen von [**§ 13 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13.html) die **Notreserve**beanspruchen. Hierbei erfolgt keine Zusammenfassung der Notreserve. Diese stellt vielmehr eine Erwartung des systemverantwortlichen Netzbetreibers an diejenigen Kraftwerke dar, welche die notwendige Energie zur Verhinderung bzw. Abwehr von Netzengpässen zur Verfügung zu stellen haben.
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten.
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der Ausgleichsleistung sowie jene für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelte. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung gem. §21 Abs. 2 EnWG kostenorientiert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
**D. Verwendung von Regelenergie**
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber erfolgt, muss dieser die externe Regelenergie in einem einvernehmlichen Verfahren beschaffen.
Revision [f7b9b18]
Bearbeitet am 2015-04-04 18:37:49 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt und vor dem Hintergrund der Anforderungen an die Versorgungssicherheit hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Welche Arten werden unterschieden,
>>* Wie kann Regelenergie beschafft werden und welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei zu beachten und
>>* Welche Formen werden bei der Verwendung unterschieden?
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten. Diese wird auch Regelleistung genannt.
Jene kann dann notwendig sein, wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet.
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus § 8 StromNZV. Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**.
§ 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
In dieser Festlegung erklärt die BNetzA, dass der für ein Marktgebiet verantwortliche Bilanzkreisnetzbetreiber diese beschaffen muss. Dabei ist Bilanzkreisnetzbetreiber jeder marktgebietsübergreifender Netzbetreiber oder Dritte, welcher Vertragspartner eines Bilanzkreisvertrages sein kann. Mit Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang gemäß der Zusammenarbeitsvereinbaung eine Verbindung von über Netzkopplungspunkten mit einander verbundene Teilnetze gemeint. Innerhalb dieser ist es einem Transportkunden möglich reservierte Kapazitäten an Einspeisepunkte und Ausspeisepunkte bedarfsgerecht zu nutzen.
In Marktgebieten, welche von etlichen Fenleitungsnetzbetreiber entfaltet, ist die Beschaffung und die Verwendung von Regelenergie zu bündeln. In einem solchen Fall ist es möglich die Beschaffung und die Verwendung von einem involvierten Netzbetreiber, einer gemeinsamen Gesellschaft oder jeden unabhängigen Dritten übernehmen zu lassen.
Im Hinblick auf die Verwendung von Regelenergie muss zwischen **interner** und **externer**Regelenergie differenziert werden. Diese Unterscheidung ist dahingehend von Bedeutung, dass durch die Verwendung von interner Regelenergie der Gebrauch von externer Regelenergie verhindert oder gemeindert werden soll.
Bei interner Regelenergie handelt es sich um jene Energie, welche aus dem jeweils eigenen Netz, dem tangierenden Netzen im Marktgebiet und den benachbarten außerhalb des Marktgebiets, zur Verfügung steht. Deren Verwendung wird von dem Bilanzkreisnetzbetreiber in Absprache mit den weiteren Netzbetreibern innerhalb und außerhalb des Marktgebiets kalkuliert und organisiert. Im Unterschied zur internen Regelenergie erstreckt sich die externe Rgelenergie nicht nur auf Dienstleistungen zur tägliche Ordnung, sondern auch auf den Erwerb von Strom/Gas zum Ausgleich bei einem Mangel an Masse bzw. den Verkauf von Strom/Gas zur Wiederherstellung des Gleichgewichts bei einem Überhang. Ist die Festlegung der benötigten Regelenergie durch den Bilanzkreisnetzbetreiber erfolgt, muss dieser die externe Regelenergie in einem einvernehmlichen Verfahren beschaffen.
DELETIONS
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Welche Arten werden unterschieden und
>>* Wie kann Regelenergie beschafft werden und welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei zu beachten?
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten. Diese wird auch Regelleistung genannt. Jene kann dann notwendig sein wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet.
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus § 8 StromNZV. Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**. § 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
in dieser Festlegung erklärt die BNetzA, dass der für ein Marktgebiet verantwortliche Bilanzkreisnetzbetreiber diese beschaffen muss. Dabei ist Bilanzkreisnetzbetreiber jeder marktgebietsübergreifender Netzbetreiber oder Dritte, welcher Vertragspartner eines Bilanzkreisvertrages sein kann. Mit Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang gemäß der Zusammenarbeitsvereinbaung eine Verbindung von über Netzkopplungspunkten mit einander verbundene Teilnetze gemeint. Innerhalb dieser ist es einem Transportkunden möglich reservierte Kapazitäten an Einspeisepunkte und Ausspeisepunkte bedarfsgerecht zu nutzen.
In Marktgebieten, welche von etlichen Fenleitungsnetzbetreiber entfaltet, ist die Beschaffung und die Verwendung von Regelenergie zu bündeln.
In einem solchen Fall ist es möglich die Beschaffung und die Verwendung von einem involvierten Netzbetreiber, einer gemeinsamen Gesellschaft oder jeden unabhängigen Dritten
durchführen zu lassen.
Revision [30ede6e]
Bearbeitet am 2015-04-02 16:44:02 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
| Art/Merkmal | Primärrgelung | Sekundärregelung | Minutenreserve |
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Nach § 2 Nr. 10 StromNZV ist Sekundärregelung die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem. § 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenergieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Einsatz zur Sekundenregelung
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber **nicht**angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammen zu schließen.
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen. Ferner ist die Festlegung der BNetzA vom 28.05.2008 ergänzend zu beachten.
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen.
Zudem müssen die Übertragungsnetzbetreiber nach [**§ 22 Abs. 2 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) eine Internetplattform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammen - Arbeitsvertrag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht gegenüber der BNetzA ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der Ausgleichsleistung sowie jene für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelte. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbetreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Zwar differenziert [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) zwischen den von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelte. Doch unterliegen diese demselben Anforderungen. Demnach müssen diese **sachlich gerechtfertigt,** **transparent** und **diskriminierungsfrei**sein.
Aus Sicht der sachlichen Rechtfertigung ist es notwendig nur die Regel-/Ausgleichsenergie bereit zu halten, welche tatsächlich gebraucht wird.
Die Notwendigkeit der Transparenz ist dann gewahrt, wenn alle Netznutzer von den durch die Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten Kenntnis nehmen können. D.h. diese wurden "offengelegt".
Als diskriminierungsfrei werden die von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten dann angesehen, wenn alle gleich behandelt werden und keine sachlich nicht gerechtfertigte Bedingung gestellt werden, welche eine Schlechterbehandlung eines Netznutzers zur Folge hat. Auch hier gilt das Prinzip, Interne gleich externe.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung gem. §21 Abs. 2 EnWG kostenorientiert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
Die Vorschriften der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich aus § 8 StromNZV. Entscheidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte **pay-as-bid-Methode**verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**. § 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dort haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpflichtet eine gemeinschaftliche Angebotskurve der jeweils durchzuführenden Ausschreibung zu veröffentlichen. Dies hat innerhalb von 2 Sunden vor Beginn der Ausschreibung zu erfolgen.
**3. Ergänzung durch die Festlegung**
in dieser Festlegung erklärt die BNetzA, dass der für ein Marktgebiet verantwortliche Bilanzkreisnetzbetreiber diese beschaffen muss. Dabei ist Bilanzkreisnetzbetreiber jeder marktgebietsübergreifender Netzbetreiber oder Dritte, welcher Vertragspartner eines Bilanzkreisvertrages sein kann. Mit Marktgebiet ist in diesem Zusammenhang gemäß der Zusammenarbeitsvereinbaung eine Verbindung von über Netzkopplungspunkten mit einander verbundene Teilnetze gemeint. Innerhalb dieser ist es einem Transportkunden möglich reservierte Kapazitäten an Einspeisepunkte und Ausspeisepunkte bedarfsgerecht zu nutzen.
In Marktgebieten, welche von etlichen Fenleitungsnetzbetreiber entfaltet, ist die Beschaffung und die Verwendung von Regelenergie zu bündeln.
In einem solchen Fall ist es möglich die Beschaffung und die Verwendung von einem involvierten Netzbetreiber, einer gemeinsamen Gesellschaft oder jeden unabhängigen Dritten
durchführen zu lassen.
**D. Verwendung von Regelenergie**
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 13 - 16, 30 -32, 39, 41, 51.](BerlinerKommEnergierecht); [BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 23, Rn. 1ff..](BerlinerKommEnergierecht)
[Nr. 3.1 und 3.2 der Anlage 2 des Beschlusses der BNetzA v. 28.05.2008](http://beschlussdatenbank.bundesnetzagentur.de/index.php?lr=view_bk_overview&getfile=1&file=1372)
DELETIONS
| Art/Merkmal | Primärreserve | Sekundärreserve | Minutenreserve |
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Unter Sekundärregelung wird gem. § 2 Nr. 10 StromNZV die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem.§ 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenergieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Einsatz zur Sekundenregelung
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber nicht angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammen zu schließen.
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen.
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und transparent erfolgen.
Zudem müssen die Übertragugnnetzbetreiber eine Internetplattfform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammenarbeitsvertag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht gegenüber der BNetzA ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der Ausgleichsleistung. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbertreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Zwar differenziert [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) zwischen den von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten. Doch unterliegen diese demselben Anforderungen. Demnach müssen diese sachlich gerechtfertigt, transparent und diskrimminierungsfrei sein.
Aus Sicht der sachlichen Rechtfertigung ist es notwendig nur die Regel-/Ausgleichsenergie bereit zu halten, welche tatsächlich benötigt wird.
Die Notwendigkeit der Transparenz ist dann gewährt, wenn alle Netznutzer von den durch die Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten Kenntnis nehmen können. D.h. diese wurden "offengelegt".
Als diskriminierungsfrei werden die von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten dann angesehen, wenn alle gleich behandelt werden und keine sachlich nicht gerechtfertigte Bedingung gestellt werden, welche eine Schlechterbehandlung eines Netznutzers zur Folge hat.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung kostenorieniert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
Die Vorschrift der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich vaus § 8 StromNZV. Entschidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte pay-as-bid-Methode verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**. § 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dor haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpfllichtet die jeweilige Angebotskurve de jeweils durchgeführten Ausschreibung zu veröffentlichen.
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 13 - 16, 30 -32, 39, 41.](BerlinerKommEnergierecht); [BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 23, Rn. 1ff..](BerlinerKommEnergierecht)
Revision [21ae817]
Bearbeitet am 2015-03-31 16:37:48 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und transparent erfolgen.
Zudem müssen die Übertragugnnetzbetreiber eine Internetplattfform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammenarbeitsvertag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht gegenüber der BNetzA ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
[**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) regelt die Maßstäbe für die festgelegten Regelungen in Hinblick auf die Erbringung der Ausgleichsleistung. Zunächst adressiert diese Norm die ausgleichsverantwortlichen Betreiber von Energieversorgungsnetzen. Im einzelnen sind dies nicht nur Übertragungsnetzbertreiber, sondern auch Verteilernetzbetreiber. Denn auch diese müssen für einen Ausgleich bei Vorliegen einer Abweichung in ihren Bilanzkreis sorgen.
Zwar differenziert [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) zwischen den von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten. Doch unterliegen diese demselben Anforderungen. Demnach müssen diese sachlich gerechtfertigt, transparent und diskrimminierungsfrei sein.
**a. Sachlich gerechtfertigt**
Aus Sicht der sachlichen Rechtfertigung ist es notwendig nur die Regel-/Ausgleichsenergie bereit zu halten, welche tatsächlich benötigt wird.
**b. transparent**
Die Notwendigkeit der Transparenz ist dann gewährt, wenn alle Netznutzer von den durch die Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten Kenntnis nehmen können. D.h. diese wurden "offengelegt".
**c. diskriminierungsfrei**
Als diskriminierungsfrei werden die von den Netzbetreibern bestimmten Regelungen über den Ausgleich und denen für die Ausgleichsenergie verlangten Entgelten dann angesehen, wenn alle gleich behandelt werden und keine sachlich nicht gerechtfertigte Bedingung gestellt werden, welche eine Schlechterbehandlung eines Netznutzers zur Folge hat.
Darüber hinaus müssen die Entgelte gem. [**§ 23 S. 2 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) auf Grundlage der Betriebsführung kostenorieniert bestimmt werden und gemeinsam mit den anderen Regelungen im Internet veröffentlicht werden.
Die Vorschrift der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html) werden durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich vaus § 8 StromNZV. Entschidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte pay-as-bid-Methode verbindlich bestimmt, welche aussagt, dass die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Bilanzkreis handelt, welcher den Übertragsungsnetzbetreiber Strom zur Verfügung stellt oder es ein Bilanzkreis ist, welcher vom Übertragsungsnezbetreiber Strom bezieht. Demnach gilt für die Bilanzkreisabrechnung das **symmetrische Prinzip**. § 9 StromNZV normiert konkrete Regelungen zur Form des Tranzparenzgebots. Dementsprechend haben Übertragungsnetzbetreiber die Ausschreibungsresultate in einem einheitlichen Format getrennt nach Primärregelung, Sekundärregelung und Minutenreserve sowie der sonstigen Regelenergieprodukte der Regulierungsbehörde auf Anforderung unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Auch sind diese nach Ablauf von zwei Wochen auf ihrer Internetseite in anonymisierter Form zu veröffentlichen. Dor haben diese für drei Jahre verfügbar zu sein. Hierbei ist insbesondere der Preis des Grenzanbieters zu veröffentlichen. Zusätzlich sind die Übertragugsnetzbetreiber gem. § 9 Abs. 2 StromNZV verpfllichtet die jeweilige Angebotskurve de jeweils durchgeführten Ausschreibung zu veröffentlichen.
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 13 - 16, 30 -32, 39, 41.](BerlinerKommEnergierecht); [BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 23, Rn. 1ff..](BerlinerKommEnergierecht)
Danner/Theobald/Lüdtke-Handjery StromNZV §§ 8, 9 Rn. 1.
[Ein Strommarkt
für die Energiewende Diskussionspapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (Grünbuch), S. 22](http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/G/gruenbuch-gesamt,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf)
https://www.next-kraftwerke.de/wissen/regelenergie
DELETIONS
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen. Zudem müssen die Übertragugnnetzbetreiber eine Internetplattfform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammenarbeitsvertag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
Die Vorschrift des [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) wird durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich vaus § 8 StromNZV. Entschidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte pay-as-bid-Methode verbindlich bestimmt, welche die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist.
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 30 -32, 39, 41.](BerlinerKommEnergierecht)
Revision [29b6b70]
Bearbeitet am 2015-03-30 20:50:42 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Unter Sekundärregelung wird gem. § 2 Nr. 10 StromNZV die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem.§ 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenergieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Einsatz zur Sekundenregelung
| Häufigkeit der Bereitstellung mittels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Blöcken
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber nicht angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Lieferanten zusammen zu schließen.
Im Hinblick auf die Beschaffung von Regelenergie sind seitens der Übertragungsnetzbetreiber einige gesetzliche Vorgaben zu beachten. Zu diesen zählen zum einem die Regelung der [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) und [**§ 23 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__23.html). Zum anderem sind auch die Vorgaben der §§ 6-11 StromNZV zu berücksichtigen.
**1. Allgemeine Vorgaben**
Gem. [**§ 22 Abs. 2 S. 1 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) haben die Übertragungnetzbetreiber Regelenergie durch Ausschreibung zu beschaffen. Hierbei muss das Verfahren **diskriminierungsfrei** und **transparent** erfolgen. Zudem müssen die Übertragugnnetzbetreiber eine Internetplattfform für die Ausschreibung einrichten. Um dieser Pflicht nachzukommen haben die vier Übertragungsnetzbetreiber einen privatrechtlichen Zusammenarbeitsvertag abgeschlossen. Somit findet die gemeinsame Ausschreibung nicht mehr gestaffelt sondern gleichzeitig statt. Das Erfordernis der gemeinsamen Internetplattformen wird durch die Anzeigepflicht ergänzt. Die Anzeige unterliegt keiner bestimmten Form.
Link zum Portal: [Ausschreibung zur Regelleistung/Regelenergie](https://www.regelleistung.net/ip/action/index)
**2. Konkretisierung durch die StromNZV**
Die Vorschrift des [**§ 22 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__22.html) wird durch die Regelungen der §§ 6 - 11 StromNZV näher ausgestaltet. Dabei adressieren die Normen der §§ 6 - 9 StromNZV **ausschließlich**die Übertragungsnetzbetreiber. § 6 StromNZV konkretisiert die Vorgaben zum Ausschreibungsverfahren und zum Ausschreibungsgegensstand. Die Abrechnung für die Regelenergie ergibt sich vaus § 8 StromNZV. Entschidend hierbei sind die tatsächlichen Kosten der Regelenergiebereitstellung im vergangenen Kalendejahr. In § 8 Abs. 1 StromNZV ist die sogenannte pay-as-bid-Methode verbindlich bestimmt, welche die gelieferte Regelenergie zu dem jeweils angebotenen Preis zu vergüten ist. § 8 Abs. 2 StromNZV legt fest, dass eine Aufteilung der Preise für Unter- oder Überspeisung nicht zulässig ist.
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**Quellen:**
[BerlKommentarEnR, Kroneberg /Semmler/Teschner, EnWG, § 22, Rn. 11, 30 -32, 39, 41.](BerlinerKommEnergierecht)
[König/Kühling/Rasbach, Energierecht, Kap. 3, Rn. 83 - 87.](KoenigEnergieR)
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CategoryEnergierechtLexikon
DELETIONS
_in Arbeit_
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Unter Sekundärregeelung wird gem. § 2 Nr. 10 StromNZV die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem.§ 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenrgieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Eiinsatz zur Sekundenregelung
| Häufigkeit der Bereitstellung mitels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Blöcken
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber nicht angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Liefereanten zusammen zu schließen.
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Revision [0582d0a]
Bearbeitet am 2015-03-27 15:19:47 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
## Sonderform der Ausgleichsenergie
_in Arbeit_
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StromNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auftreten. Diese wird auch Regelleistung genannt. Jene kann dann notwendig sein wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringen Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet.
| Eigenschaften/Funktion | basiert auf den Aktivbeitrag von Kraftwerken und wird mittels den Passivbeitrag von den Netzfrequenz abhängigen Lasten unterstützt | dient de Entlastung der Primärregelung; löst diese bei einer Abweichung in einer Regelzone ab und führt somit wieder zu einem regelzonenübergreifenden Eenrgieaustausch entspr. der Fahrplananmeldung | ergänzender Eiinsatz zur Sekundenregelung
| Bereitstellung | innerhalb von 30 Sekunden | im Zeitraum von 15 Minuten | im Zeitraum von mind. 15 Minuten
| Häufigkeit der Bereitstellung mitels Ausschreibung | wöchentlich und für einen kompletten Tag | wöchentlich für Peak- und Off - Pek-Zeiten | arbeitstäglich in 4-Stunden-Blöcken
Andere Regelenergiearten werden von den Übertragungsnetzbetreiber nicht angewendet. Dies hängt damit zusammen, dass die Regelenergie ausschließlich für eine Stunde Verwendung finden soll. Bei eintretenden Änderungen welche länger als eine Stunde dauern sind die Bilanzkreisverantwortlichen verpflichtet diese selber in den Grifff zu bekommen. Hiezu wird die sog. **Stundenreserve**verwendet. Diese wird von den Bilanzkreisverantwortlichen zur Verfügung gestellt. Hierfür müssen diese sich mit den Erzeugern bzw. Liefereanten zusammen zu schließen.
Hiervon zu unterscheiden ist der Fall, wenn diese drei Regelenergietypen nicht genügen bzw. nicht genutzt werden können. In diesem Fall können die Übertragungsnetzbetreiber zur Beibehaltung der Systemsicherheit im Rahmen von [**§ 13 EnWG**](http://www.gesetze-im-internet.de/enwg_2005/__13.html) die **Notreserve**beanspruchen. Hierbei erfolgt keine Zusammenfassung der Notreserve. Diese stellt vielmehr eine Erwartung des systemverantwortlichen Netzbetreibers an diejenigen Kraftwerke dar, welche die notwendige Energie zur Verhinderung bzw. Abwehr von Netzengpässen zur Verfügung zu stellen haben.
**C. Beschaffung von Regelenergie**
DELETIONS
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StrfomNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird;verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auttreten. Dies kann dan notwendig sein wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringenn Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet. Zu dem handelt es sich bei der Regelenergie um eine **Sonderform der Ausgleichsenergie**.
| Eigenschaften/Funktion | ..... | ..... | ....
| Bereitstellung | ......... | ............ | .........
***C. Beschaffung**
Revision [a270a3b]
Bearbeitet am 2015-03-26 18:08:38 von AnnegretMordhorst
ADDITIONS
Im Kontext der aktuellen Entwicklungen im Strommarkt hat die Thematik der Regelenergie an Bedeutung gewonnen. Hieraus folgend sind im Weiteren folgende Fragen zu klären:
>>* Was ist Regelenergie und welche Bedeutung hat diese,
>>* Welche Arten werden unterschieden und
>>* Wie kann Regelenergie beschafft werden und welche gesetzlichen Regelungen sind hierbei zu beachten?
Als Regelenergie wird gem. § 2 Nr. 9 StrfomNZV diejenige Energie, die zum Ausgleich von Leistungsungleichgewichten in der jeweiligen Regelzone eingesetzt wird;verstanden. Diese Energie kommt immer dann zum Einsatz, wenn unvorhersehbare Schwankungen im Stromnetz auttreten. Dies kann dan notwendig sein wenn die Nachfrage plötzlich zunimmt und nicht genügend Angebot vorhanden ist, ( **positive Regelenergie**). In diesem Fall muss zum Ausgleich rasch mehr Strom ins Netz geleitet werden. Demgegenüber wird der Ausgleich bei einem zu hohen Angebot und einer zu geringenn Nachfrage als **negative Regelenergie** bezeichnet. Zu dem handelt es sich bei der Regelenergie um eine **Sonderform der Ausgleichsenergie**.
| Begriff | Primärregelung ist nach § 2 Nr. 8 StromNZV die im Sekundenbereich automatisch wirkende stabilisierende Wirkleistungsregelung der synchron betriebenen Verbundnetze durch Aktivbeitrag der Kraftwerke bei Frequenzänderungen und Passivbeitrag der von der Frequenz abhängigen Lasten | Unter Sekundärregeelung wird gem. § 2 Nr. 10 StromNZV die betriebsbezogene Beeinflussung von zu einem Versorgungssystem gehörigen Einheiten zur Einhaltung des gewollten Energieaustausches der jeweiligen Regelzonen mit den übrigen Verbundnetzen bei gleichzeitiger, integraler Stützung der Frequenz verstanden. | Hierbei handelt es sich gem.§ 2 Nr.6 StromNZV um die Regelleistung, mit deren Einsatz eine ausreichende Sekundärregelreserve innerhalb von 15 Minuten wiederhergestellt werden kann
| Eigenschaften/Funktion | ..... | ..... | ....
***C. Beschaffung**
DELETIONS
In Arbeit
| Begriff | ......... | ............ | .........
***C. Erzeugung**
**D. Beschaffung**
Revision [0f0f9c8]
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ADDITIONS
# Regelenergie
In Arbeit
**A. Begriff und Bedeutung**
**B. Arten**
Folgende Arten lassen sich unterscheiden:
| Art/Merkmal | Primärreserve | Sekundärreserve | Minutenreserve |
| +| Begriff | ......... | ............ | .........
| Bereitstellung | ......... | ............ | .........
***C. Erzeugung**
**D. Beschaffung**
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